Neue US-Sanktionen gegen Nord Stream 2: „Zieht euch zurück oder riskiert die Konsequenzen“

19. Juli 2020
Neue US-Sanktionen gegen Nord Stream 2: „Zieht euch zurück oder riskiert die Konsequenzen“
Wirtschaft
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Washington. Mit besonderer Hartnäckigkeit versuchen die USA das russisch-deutsche Ostsee-Pipelineprojekt Nord Stream 2 zu sabotieren. Schon in der Vergangenheit versuchte die amerikanische Seite immer wieder, eine Fertigstellung der Pipeline mit Sanktionen zu verhindern, etwa gegen die Betreiber von Verlegeschiffen. Der Bau der Pipeline mußte deswegen unterbrochen werden.

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Jetzt legt Washington nach. US-Außenminister Pompeo kündigte an, die Pipeline solle nun unter ein Gesetz mit den Namen Countering America’s Adversaries Through Sanctions Act („Amerikas Gegnern mit dem Sanktionsgesetz begegnen“; Caatsa) fallen.

Das Gesetz ermöglicht Strafmaßnahmen unter anderem gegen Unternehmen, die Geschäfte mit Rußland, aber auch Iran und Nordkorea machen. „Das ist eine klare Warnung an Unternehmen“, sagte Pompeo. „Zieht euch jetzt zurück oder riskiert die Konsequenzen.“

Nord Stream 2 ist den USA seit langem aus geostrategischen ebenso wie aus handelspolitischen Gründen ein Dorn im Auge. Washington argumentiert, Europa begebe sich in eine Energie-Abhängigkeit von Rußland. Allerdings hofft die US-Regierung auch darauf, eigenes Gas an Deutschland verkaufen zu können. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Bair175/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearb.)

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3 Comments

  1. Jack schreibt:

    Was für „nette“ Gesten unter „Verbündeten“, wenn es um den Profit geht.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    „Washington argumentiert, Europa begebe sich (mit Nord Stream 2) in eine Energie-Abhängigkeit von Rußland“ (Artikel). Nun, selbst wenn es so wäre, ginge das die USA nichts an!

    Vor einiger Zeit hat Altkanzler Gerhard Schröder, der für einen russischen Energiekonzern tätig ist (oder war), der EU dringend geraten, auf die US-Sanktionen wegen Nord Stream 2 statt mit einem empörten Protest ebenso mit Sanktionen zu reagieren. Es scheint allerdings, daß der EU-Kommission – wie so oft – zu derartigen Maßnahmen die Courage fehlt.

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