Rachefeldzug gegen Trump: Bolton spielt die Israel-Karte aus

7. Juli 2020
Rachefeldzug gegen Trump: Bolton spielt die Israel-Karte aus
International
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Washington. Der frühere Nationale Sicherheitsberater des US-Präsidenten, John Bolton, hat sich jetzt offensiv in die Front der Trump-Gegner eingeschaltet. In die Schlagzeilen geriet er erst unlängst wegen der Veröffentlichung seines Buches, in dem er mit Trump abrechnet. Nun „outet“ sich Bolton, der dem Lager der „Falken“ im Weißen Haus zugerechnet wird, erneut als umtriebiger Israel-Lobbyist, der Trump der Öffentlichkeit als Risiko für Israel zu verkaufen versucht.

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Als Nationaler Sicherheitsberater ließ Bolton nichts unversucht, um die USA in einen Krieg gegen Iran zu verwickeln. Schon 2015 hatte er sich in einem Gastkommentar für die „New York Times“ unumwunden für einen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen ausgesprochen, ohne die möglichen politischen und miltärischen Folgen eines solchen Schrittes zu erwägen. Seit seiner Zeit als US-Botschafter bei den Vereinten Nationen gilt er darüber hinaus als strikter Verteidiger israelischer Interessen. Selbst der israelische UN-Botschafter Dan Gillerman äußerte dazu bei einer Veranstaltung der exklusiven B’nai B’rith -Loge in New York im Jahr 2006 scherzhaft:

„Das Geheimnis ist heute raus. Wir sind in Wahrheit nicht nur fünf Diplomaten [bei der israelischen UN-Botschaft; d. Red.]. Wir sind mit John Bolton mindestens sechs.“

Vor diesem Hintergrund hat es besonderes Gewicht, wenn Bolton neuerdings öffentlich vor Trump warnt und eine Wiederwahl im November als riskant für Israel darstellt. In einem Interview mit dem Fernsehsender Channel 13 mutmaßte er dieser Tage, daß sich Trumps Politik nach der Wahl ändern könnte. Er habe ja bereits in seinem aktuellen Buch („The Room Where It Happened: A White House Memoir“) darauf hingewiesen, daß Trump im vergangenen Jahr den iranischen Außenminister Sarif beim G7-Gipfel im französischen Biarritz treffen wollte. Eine solche Initiative sei ein handfestes „Risiko“ für Israel.

Die Israel-Lobby in den Vereinigten Staaten wird solche Signale aufmerksam zur Kenntnis nehmen – unerachtet dessen, daß Trump Israel in den letzten Jahren bei mehreren Gelegenheiten demonstrativ entgegengekommen ist, etwa was die israelischen Annexionspläne im Westjordanland oder die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels angeht. (mü)

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2 Comments

  1. Tina schreibt:

    Da sehe ich keinerlei Gefahr.
    Denn auch Trump steht zu Israel, mehr als jeder andere Präsident vor ihm.
    In Israel ist sogar ein Dorf nach ihm benannt.

  2. Pingback: Endzeit-Umschau – Juli 2020 – Deutsches Herz

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