Farages Brexit-Partei als Vorbild: Italienische „Italexit“-Partei in Gründung

27. Juni 2020
Farages Brexit-Partei als Vorbild: Italienische „Italexit“-Partei in Gründung
International
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Rom. In Italien wird ein „Italexit“, der Austritt Italiens aus der EU und der Euro-Zone, wahrscheinlicher. Der Senator und frühere Fernsehmoderator Gianluigi Paragone plant nun eine eigene Partei, die als Hauptziel den Austritt Italiens aus der EU verfolgt. Paragone berichtete darüber jetzt im US-Wirtschaftsportal „Bloomberg“.

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Der 49jährige Parteigründer in spe wurde 2018 erstmals als Mitglied der Fünf-Sterne-Bewegung in den italienischen Senat gewählt. Im Januar 2020 wurde er ausgeschlossen, weil er sich weigerte, für den Haushaltsentwurf der Regierung zu stimmen.

Jetzt ist er mit der Gründung einer eigenen „Italexit“-Partei beschäftigt, die bereits im Juli aus der Taufe gehoben werden soll. Sie soll den „Italexit“ nach Paragones Vorstellungen auch im Logo oder im Parteinamen führen.

„Die EU und der Euro wurden uns von oben auferlegt“, erklärt Paragone seine Position „Sie sind schädlich für den realen Wirtschaftssektor, für Familien und Arbeitnehmer sowie kleine und mittlere Unternehmen.“ Italien müsse deshalb – unerachtet aller damit verbundenen Probleme – den Euro aufgeben und zur Lira zurückkehren. „Die Frage ist nicht, wie die Währung heißt, sondern wem sie gehört“, sagt er. Vordringlich sei aber der Austritt aus der EU. „Es gibt keine Regel, die es uns erlaubt, die Eurozone zu verlassen, und dies ist ein Demokratiedefizit. Deshalb müssen wir die EU verlassen.“

Paragones erstes Etappenziel ist die Teilnahme an nächsten Parlamentswahlen, die regulär 2023 stattfinden, sowie an der Kommunalwahl in Rom.

Der rebellische Senator sieht sein politisches Projekt als Teil einer größeren europäischen Bewegung und eines möglichen Netzwerks gleichgesinnter Parteien in verschiedenen EU-Ländern. Insbesondere denkt er dabei an den Briten Nigel Farage, der mit seiner „Brexit“-Partei UKIP bereits den Austritt Großbritanniens aus der EU verwirklicht hat.

Obwohl aktuellen Umfragen zufolge die Mehrheit der Italiener derzeit den Euro unterstützt, ist die Zahl der EU-Skeptiker in den letzten Jahren massiv gewachsen.

Seit dem Jahr 2000 ist der Anteil der Italiener, die kein Vertrauen mehr in die EU haben, laut einer Umfrage von Demos & Pi vom April von 43 auf 70 Prozent gestiegen. (mü)

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4 Comments

  1. Spionageabwehr schreibt:

    Norditaliens Problem ist nicht Brüssel,
    sondern Rom

    Und Farage:
    Das ist doch der,
    der da herumphantasiert,
    England hätte im WK I bis 1920 weiterkämpfen
    und Deutschland schon damals völlig plattmachen sollen.

  2. Rolf Lechner schreibt:

    Problem: Die EU wird einen EURO-Staat nur dann aus der EU entlassen, wenn der alle seine EURO-Schulden beglichen hat. Und alle EURO-Staaten sind bei Deutschland verschuldet (Target2). Natürlich hätten die Merkel-Grünen nichts dagegen, wieder mal deutsche Interessen zu verraten. Aber die EU wird das nicht zulassen. Nicht um Deutschland zu schützen, sondern um Italien in der EU zu halten. Am Ende wird der Haß der Italiener sich gegen Deutschland richten. Wie die UDSSR die Panzer hatte, so hat die EU den EURO.

  3. Pingback: Patriotische Umschau – Juni 2020 – Deutsches Herz

  4. Eidgenosse schreibt:

    Nun auch die Aufspalterei in Italien – was soll das bringen? Lega,FI und Fratelli genügen völlig um Italien aus EU und Euro zu bringen. Man kann zwar davon ausgehen, dass insgesamt mehr Wähler für diverse rechte Parteien stimmen, aber damit wird auch die Regierungsbildung schwieriger.

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