Ex-US-Oberkommandierender in Europa: Truppenabzug würde USA und NATO schwächen

27. Juni 2020
Ex-US-Oberkommandierender in Europa: Truppenabzug würde USA und NATO schwächen
International
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Washington. Mit dem früheren Befehlshaber der US-Truppen in Europa, Ben Hodges, hat sich jetzt ein ranghoher amerikanischer Militär zu den Plänen von US-Präsident Trump geäußert, Teile der US-Streitkräfte aus Deutschland abzuziehen. Hodges warnte, dadurch würden die USA und die gesamte NATO geschwächt.

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Außerdem äußerte sich Hodges zu den Gründen für einen möglichen Truppenabzug: „Ich habe gehört, daß dies eine Strafe für Deutschland sein soll. Das zeigt leider einen totalen Mangel an Verständnis – sowohl beim US-Präsidenten als auch beim ehemaligen US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, warum wir Soldaten in Deutschland haben. Sie sind nicht dort, um Deutschland zu verteidigen, sondern sie sind für uns dort.“

Die USA schwächten sich selbst, wenn sie Kapazitäten in Deutschland reduzierten. „Besonders die Soldaten im Raum Kaiserslautern sind dort, um bei der schnellen Verstärkung von US-Truppen in einer Krise zu helfen.“ Eine Reduzierung wäre auch ein „Geschenk für den Kreml“, sagte Hodges, der Deutschland gleichzeitig  vor übertriebenen Hoffnungen bei einem möglichen Wechsel im Weißen Haus warnte, denn: „Deutschlands strategisches Denken sollte nicht darauf ausgelegt sein, wer gerade US-Präsident ist.“ Auch unter einem anderen US-Präsidenten würden die neue Administration und die Menschen in den USA erwarten, daß Deutschland seinen Verpflichtungen nachkomme. (mü)

Bildquelle: Flickr/U.S. Army Photo by Lacey Justinger, 7th Army Training Command/CC BY 2.0

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5 Comments

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  2. Bernd Sydow schreibt:

    Sie (die US-amerikanischen Truppen) sind nicht dort (in Deutschland), um Deutschland zu verteidigen, sondern sie sind für uns dort“, so der frühere Befehlshaber der US-Truppen in Europa, Ben Hodges.

    Seine Äußerung müßte im politischen Deutschland eigentlich Empörung auslösen, aber es schweigt. Denn was bedeutet sie? Zum einen, daß die USA Deutschland gar nicht als militärischen Partner ansehen, sondern lediglich als „Sprungbrett“ für eigene militärische Aktionen im Nahen und Mittleren Osten und ggf. gegen Rußland.
    Zum anderen, daß die (theoretische!) Gefahr, daß Deutschland von Rußland angegriffen werden könnte, um so größer ist, je mehr US-amerikanische Truppen hierzulande stationiert sind.
    Und zum weiteren, daß Deutschland in einen möglichen militärischen Konflikt zwischen den USA und der Russischen Föderation, mit dem es gar nichts zu tun hätte, hineingezogen würde.

    Ich dachte bisher, der Kalte Krieg (angepaßt an die heutige Weltlage) sei vorbei. Aber da muß ich mich wohl geirrt haben!

  3. Rudi Ratloh schreibt:

    Vielleicht bin ich naiv. Aber ich kann einfach nicht glauben, dass Russland unbedingt unser Feind sein müsste. Im Gegenteil, gemeinsam mit Russland könnten wir anderen Bedrohungen als das alte Ost-Westproblem gelassener entgegenstehen. (z.B. Islam)

  4. Spionageabwehr schreibt:

    Das Imperium kann seine Legionen nicht mehr bezahlen

    Imperator und Heermeister schreien daher nach höheren Tributen aus der Provinz Germania.
    Und bereiten gerade den Angriff auf China vor.
    Und Putin lobt seine heißgeliebten WK-II-„Alliierten“.

  5. hans schreibt:

    Er hat sogar Recht, die Besatzer sind da um uns zu kontrollieren.

    Getreu der Doktrin der NATO:

    „Die NATO für Europa ist wichtig um Deutschland unten, die USA drin und Russland draussen zu halten“
    Zitat Lord Hastings als 1. Generalsekretär der NATO

    Aber es wäre trotsdem besser wenn die Besatzungstruppen endlich und nicht erst 2099 gehen würden.

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