Südtirol und die Corona-Krise: FPÖ befürwortet Tiroler Wiedervereinigung „im österreichischen Vaterland“

6. Juni 2020
Südtirol und die Corona-Krise: FPÖ befürwortet Tiroler Wiedervereinigung „im österreichischen Vaterland“
National
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Bozen/Wien. In Südtirol, aber auch im benachbarten Österreich sorgt derzeit eine Plakataktion des Südtiroler Schützenbundes für Schlagzeilen: dabei wollen die Schützen unter dem Motto „#verrücktnachsüden“ dazu anregen, über eine Zukunft Südtirols ohne Italien nachzudenken. Im Rahmen der Aktion wurden am 2. Juni an über 25 wichtigen Pässen und Übergangspunkten entlang der Landesgrenze Südtirols auf Hinweistafeln großformatige Aufkleber mit der Aufschrift „Verrückt nach Süden“ angebracht.

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Während sich die österreichischen Freiheilichen mit der Aktion solidarisieren, hüllt sich die in Wien regierende ÖVP in betretenes Schweigen – was wiederum der FPÖ sauer aufstößt. Der freiheitliche Südtirol-Sprecher, der Nationalratsabgeordnete Peter Wurm, kritisiert denn auch, daß sich die ÖVP „nicht einmal dazu durchringen [kann], die Grenzen zum südlichen Landesteil Tirols zu öffnen”. Für Wurm ist das „falsche Spiel der ÖVP keine Überraschung” und die Position der FPÖ klar: „Von unserer Seite gibt es nach wie vor volle Unterstützung für die Selbstbestimmung der Südtiroler, wobei es kein Geheimnis ist, daß wir die Wiedervereinigung aller Tiroler Landesteile im österreichischen Vaterland bevorzugen“, bekräftigte der FPÖ-Sprecher die freiheitliche Position.

Im übrigen sieht man sich bei der FPÖ durch die Krise der letzten Wochen in den eigenen Südtirol-Positionen bestätigt, denn: „Zum einen wurde das Mantra der EU-Apologeten widerlegt, daß die Brennergrenze nurmehr in den Köpfen bestünde, und zum anderen hat sich gezeigt, daß die Autonomie Südtirols im Ernstfall keinen Pfifferling wert ist, ebenso wenig wie das Papier, auf dem die Europaregion geschrieben steht.“

Die Corona-Krise habe sich gerade für Südtirol als verheerend erwiesen und „gezeigt, daß es derzeit offenbar nicht möglich ist, die Südtiroler als österreichische Minderheit ausreichend zu schützen. Die hohe Mortalitätsrate im Vergleich Österreich-Südtirol zeigt dies deutlich. Es sei eben nicht einerlei, „in welchem europäischen Staat man beheimatet ist“. Die Freiheitlichen unterstützten „deshalb weiterhin den Wunsch vieler Südtiroler nach Wiedervereinigung”. (mü)

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6 Comments

  1. hans schreibt:

    österreichische Minderheit??? ausreichend zu schützen.
    Ich wusste gar nicht das Österreicher eine eigene Ethnie ist,
    ich dachte die wären auch Deutsche.!

    • eveydetta schreibt:

      Die Österreicher sind seit 1950 etwa fleissig dabei, das Deutsche zu eliminieren. Angeblich sind sie ja Kelten und keine Germanen.

  2. Pingback: Patriotische Umschau – Juni 2020 – Deutsches Herz

  3. Helmut Schnitzler schreibt:

    Die Sudetengebiete sollen dann aber auch zurück nach Deutschland kommen..

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Historischer Rückblick: Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde Südtirol Italien zugesprochen, weil es sich der Entente angeschlossen hatte. Ohne die Zusage Hitlers an Mussolini, Südtirol nicht anzutasten, wäre der Anschluß der Republik Österreich an das Deutsche Reich ohne Kampf sicherlich nicht möglich gewesen.

    Aber zurück zur Gegenwart: Die Wiederangliederung Südtirols an das Bundesland Tirol dürfte ohne Zustimmung von Regierung und Parlament Italiens so gut wie unmöglich sein. Zum Beispiel aus einem ganz banalen Grund: Italien würde Skiasse verlieren, Österreich Skiasse gewinnen. Und dann der Tourismus. Wer schon mal Urlaub in den Südtiroler Alpen gemacht hat, weiß, was ich meine. Für mich jedenfalls wäre das ein riesiges Wunder, würde Südtirol mit dem Bundesland Tirol wieder vereint werden.

    • Eidgenosse schreibt:

      Auch wieder sehr richtig – ich kenne Südtirol auch recht gut. Wer 1979 den baldigen Fall der Berliner Mauer prognostizierte – ich gehörte dazu – der war schlicht ein weltfremder Spinner. Wenn die EU aus „italienischen“ Gründen auseinander fällt, stellt sich die Südtitrol-Frage erneut.

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