Schwieriges Gedenken: Katholischer Kardinal erinnerte an die Opfer der Tito-Partisanen

24. Mai 2020
Schwieriges Gedenken: Katholischer Kardinal erinnerte an die Opfer der Tito-Partisanen
Geschichte
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Sarajevo. In der bosnischen Hauptstadt Sarajevo fand jetzt unter erheblichem Polizeischutz eine Gedenkmesse für die Opfer der jugoslawischen Tito-Partisanen statt. Ursprünglich wollte der bosnische katholische Kardinal Vinko Puljić die Messe in Bleiburg abhalten, wo traditionell jedes Jahr der Ereignisse vom Mai 1945 gedacht wird.

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Aber die zuständige Diözese im österreichischen Gurk hatte der kroatischen und bosnischen Bischofskonferenz im Vorjahr die Abhaltung der Messe nicht gestattet, weil politisch Korrekte die Unterwanderung durch „Rechtsradikale“ und „Geschichtsrevisionisten“ befürchteten.  Dieses Jahr hatten die kroatische und bosnische Bischofskonferenz bei der österreichischen katholischen Kirche gar nicht erst angeklopft.

Puljić betonte in seiner Predigt in der Kathedrale in Sarajevo, daß man „jedem unschuldigen Opfer den gleichen Respekt“ schulde. „Es kann keinen Unterschied geben.“ Das sehen die Parteigänger der kommunistischen Tito-Partisanen anders – neben zahllosen Unschuldigen waren unter den etwa 60.000 Menschen, die im Mai, Juni und Juli 1945 auf heutigem slowenischen Gebiet von Partisanen und dem Jugoslawischen Geheimdienst zum Teil unter bestialischen Umständen ermordet wurden, auch viele kroatische Ustascha-Kämpfer und Angehörige der Wehrmacht.

Unumstritten ist aber, daß die Massentötungen durch die Partisanen keine Kriegshandlungen, sondern Verbrechen waren, weil sie gegen die Genfer Konventionen verstießen, denen zufolge Kriegsgefangene „jederzeit mit Menschlichkeit behandelt und insbesondere gegen Gewalttätigkeiten, Beleidigungen und öffentliche Neugier geschützt werden“ müssen. Vergeltungsmaßnahmen an ihnen zu verüben sei verboten.

In Sarajevo trafen Gegner und Anhänger der Tito-Partisanen am Samstag unversöhnlich aufeinander. Während die einen in der Kirche der Opfer der Partisanen gedachten, skandierten die anderen draußen: „Tod dem Faschismus!“ (mü)

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Ein Kommentar

  1. Zack schreibt:

    In einer parteiischen Welt gibt es gute und schlechte Soldaten. Auch in der DDR war das so. Die Bösen waren nur böse und die Guten nur gut. Eine einfache Welt für einfache Gemüter!
    Nur die Welt erklärt man damit nicht und deshalb wird es bei der Sichtweise auch in tausend Jahren noch Unrecht geben!

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