Vorsichtsmaßnahme der Behörden: Serbien setzt Militär gegen Migranten ein

18. Mai 2020
Vorsichtsmaßnahme der Behörden: Serbien setzt Militär gegen Migranten ein
International
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Sid/Belgrad. Der serbische Präsident Vucic hat Medien zufolge am Samstag einen Militäreinsatz in der Gemeinde Sid, nahe an der Grenze zu Kroatien, angeordnet. Wie die Presseagentur Tanjug berichtete, handelte es sich um eine vorbeugende Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung und Migranten. In drei Flüchtlingslagern in der Region von Sid halten sich zwischen 1.500 und 1.600 Illegale auf.

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Nach gut zwei Monaten, in denen die Flüchtlingscamps infolge der Coronavirus-Epidemie von der Außenwelt abgeriegelt waren, soll den Insassen nun wieder Bewegungsfreiheit ermöglicht werden. Allerdings verschließen sich die Behörden den damit verbundenen Risiken nicht – wie der Leiter des Regierungskommissariats für Flüchtlinge, Vladimir Cucic, gegenüber dem TV-Sender RTS erläuterte, soll die Militärpolizei in nächster Nähe der drei fraglichen Lager zum Einsatz kommen.

Die Zahl illegaler Migranten wird in Serbien derzeit auf rund 9.900 geschätzt. Sie sind landesweit in mehreren Lagern untergebracht. Ihre Bewegungsfreiheit war bereits kurz vor der Ausrufung des Coronavirus-bedingten Ausnahmezustandes eingeschränkt worden. Sie durften seit Anfang März die Camps nicht mehr verlassen. Die Region von Sid gilt als einer jener Punkte in Serbien, an denen „Flüchtlinge“ immer wieder versuchen, die Grenze zu Kroatien illegal zu passieren. (se)

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