Nur virtuelles Gedenken an das nahe Kriegsende: „Elbe Day“ fiel wegen Corona aus

2. Mai 2020
Nur virtuelles Gedenken an das nahe Kriegsende: „Elbe Day“ fiel wegen Corona aus
Geschichte
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Moskau/Washington/Torgau. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump haben in einer seltenen gemeinsamen Erklärung an den 75. Jahrestag des Zusammentreffens amerikanischer und sowjetischer Truppen am Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Das Ereignis, der sogenannte „Elbe Day“, sei ein Beispiel dafür, wie beide Länder ihre Differenzen für ein gemeinsames Ziel beiseitelegen und zusammenarbeiten könnten.

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Die Erklärung veröffentlichten der Kreml und das Weiße Haus am Samstag zeitgleich. „Während wir heute den größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gegenüberstehen, zollen wir dem Heldentum und dem Mut all jener Respekt, die gemeinsam kämpften, um den Faschismus zu besiegen.“

Mit dem „Elbe Day“ wird jedes Jahr an das Zusammentreffen amerikanischer und sowjetischer Soldaten auf einer zerstörten Elbe-Brücke nahe Torgau am 25. April 1945 erinnert. Diese Begegnung steht seither symbolisch für das nahe Ende des Zweiten Weltkrieges.

Die eigentlich geplanten großen Feierlichkeiten zum diesjährigen „Elbe Day“ in Torgau wurden aus Corona-Gründen abgesagt. An einer Kranzniederlegung ohne Gäste nahmen am Samstag lediglich Bürgermeisterin Romina Barth (CDU) und Regionalbischof Johann Schneider teil. (rk)

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3 Comments

  1. Tack schreibt:

    Wenn es um das „Herzland“ geht, ist die Gemeinsamkeit nur vorüber gehender Art …

  2. Rudolf B. schreibt:

    … Zusammentreffen amerikanischer und sowjetischer Truppen … Fünfzehn Jahre später drückten mir die „amerikanischen Truppen“ ein Gewehr GEGEN „die sowjetischen Truppen“ in die Hand.

  3. Mark schreibt:

    Ein toller Gedenktag über ihren „Sieg gegen den Faschismus“ und die „Befreiung.“ Gegen die Wehrmacht brauchten sie dazu die fünf – bis zehnfache Übermacht, um sie zu besiegen. Und über ihr „edles Heldentum“ gegenüber dem am Boden liegenden Deutschland ist wohl kein weiteres Wort zu verlieren. Das müsste für die Alliierten eher ein Motiv sein, sich in Grund und Boden zu schämen, anstatt zu feiern. Das gilt auch für die heutigen Vertreter der offiziellen Geschichtsdarstellung.

    Wäre ich in der damaligen Zeit dabei gewesen, hätte ich mich von den Alliierten ganz bestimmt nicht „befreien“ lassen wollen – von keiner ihrer ach so edlen Mächte.

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