Institut der Deutschen Wirtschaft: Künftig besser Regionalisierung statt Globalisierung

28. April 2020
Institut der Deutschen Wirtschaft: Künftig besser Regionalisierung statt Globalisierung
Wirtschaft
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Köln. Schlagartig hat die Corona-Krise die lange verdrängte Achillesferse der Globalisierung in Erinnerung gerufen: die Abhängigkeit der Weltwirtschaft von globalen Lieferketten – und ihre Verwundbarkeit, wenn diese unterbrochen werde. Im Falle Deutschlands rächt sich jetzt, daß deutsche Firmen in einem erheblichen Umfang in China produzieren lassen.

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Dazu gibt es jetzt eine Studie vom Institut der Deutschen Wirtschaft. Sie weist nach, daß China vor allem das verarbeitende Gewerbe in Deutschland fest im Griff hat. Die „Fragilität internationaler Lieferketten“ habe in der Corona-Pandemie ihr wahres Gesicht gezeigt, stellen die beiden Ökonomen Galina Kolev und Thomas Obst dabei als zentrale These fest. „Der drohende Zusammenbruch wichtiger internationaler Lieferketten (…) hat die Diskussion um die Abhängigkeit (…) vom Ausland neu entfacht“, heißt es bereits auf den ersten Seiten der Untersuchung.

Die Autoren halten es deshalb für bedenklich, auch künftig an der verhängnisvollen Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von China festzuhalten.

Allerdings ist China nur einer unter vielen und wichtigen ausländischen Zulieferern, auf die die deutsche Wirtschaft angewiesen ist. An der Spitze liegen unangefochten die USA. Die chinesische Beteiligung an der ausländischen Wertschöpfung deutscher Firmen macht acht Prozent aus – das ist Platz zwei hinter den USA.

Vor allem im verarbeitenden Gewerbe ist die Abhängigkeit vom Ausland groß – mit stattlichen 35,1 Prozent liegt sie „weit über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt“ von 23,4 Prozent. Die größte Bedeutung hat hier China mit einem Anteil von 10,8 Prozent.

Unter dem Strich bleibt eine ernüchternde Feststellung: die „Annahme, daß sich Marktwirtschaft, Liberalismus und Demokratie durch genügend Freihandel bedingen, hat sich nicht bestätigt“, stellen die Autoren fest. Nun empfehlen sie zur künftigen Sicherstellung der Infrastrukturen und der Versorgung eine „verstärkte Regionalisierung als Lösung. Eine strukturelle Änderung der Wertschöpfungsketten liegt [dabei] zuerst in der Hand der Unternehmen.“

Diese Position vertreten politisch eher rechtsstehende Kritiker der Globalisierung im übrigen schon seit vielen Jahren. (rk)

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