Allensbach-Chefin warnt vor Corona-Folgen: „Gesellschaftliche Spaltungen“ sind absehbar

28. April 2020
Allensbach-Chefin warnt vor Corona-Folgen: „Gesellschaftliche Spaltungen“ sind absehbar
Kultur & Gesellschaft
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Allensbach. Die Chefin des Allensbacher Demoskopie-Instituts, Renate Köcher, warnt vor den Folgen der Corona-Krise – und zwar den mentalen ebenso wie den volkswirtschaftlichen. Die Angst vieler Deutscher vor den wirtschaftlichen Folgen der Epidemie übertrifft ihrer Einschätzung nach mittlerweile die Furcht vor dem Virus selbst. „Die überwältigende Mehrheit macht sich mittlerweile große und wachsende Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung“, sagte Frau Köcher dem „Handelsblatt“.

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„Jetzt wird immer mehr Menschen bewußt, welche Kollateralschäden die Bekämpfung der Infektion fordert“, unterstreicht sie. Sie hält es für wahrscheinlich, daß man bald „wesentlich kontroversere Diskussionen“ und „gesellschaftliche Spaltungen“ sehen werde. Es gebe viele „Corona-Verlierer, denen regelrecht der Boden unter den Füßen weggezogen wurde, wie Gastronomie, Tourismus, Teile von Handel und Dienstleistungen oder der gesamte künstlerische Bereich.“

Andere Sektoren, etwa Politiker, Beamte oder Rentner, hätten dagegen zunächst keine materiellen Verluste zu befürchten. Es sei „bemerkenswert, wie absolut alles in den letzten Wochen einem Ziel untergeordnet wurde: `Whatever it takes`“. Aber diese Kraftanstrengung sei „nur begrenzte Zeit“ möglich.

„Schon drei Monate wäre der Zustand der letzten Wochen kaum durchzuhalten, nicht nur aufgrund der wirtschaftlichen Schäden, sondern auch wegen anderer Folgen wie beispielsweise der Verschlechterung der Chancen von Kindern, deren Eltern sich außerstande sehen, den Wegfall des Schulunterrichts zu kompensieren, der Schäden für weite Teile des Kulturlebens, das soziale Leben, die Psyche“, so die Allensbach-Chefin weiter. (ts)

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2 Comments

  1. Bernd Sydow schreibt:

    Vor vierzig Jahren starb Alfred Hitchcock, der US-amerikanische Meisterregisseur auch des surrealen Films (Die Vögel). Surreal, so lassen sich das derzeitige Erscheinungsbild und die Atmosphäre in Deutschland, ja in fast ganz Europa, umschreiben. Restaurants, Reisebüros, Kaufhäuser, Kultureinrichtungen und anderes mehr, die vor der Corona-Krise geöffnet waren und wesentlich zur Lebensqualität der Deutschen beitrugen, sind nun zur Zeit geschlossen. Viele tragen Atemschutzmasken, vor Supermärkten und Postfilialen stehen lange Schlangen von Kunden, an den Eingängen wacht die Security.
    Drei Empfehlungen bzw. Vorschriften zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, mehr oder weniger kontrolliert, scheinen hierzulande in Stein gemeißelt zu sein, nämlich „Bleibt zu Hause!“, „Benutzt Atemschutzmasken!“, „Haltet mindestens 1,5 Meter Abstand zueinander!“.

    Und nun das! In den abendlichen Fernsehnachrichten sah man Bilder vom Stuttgarter Stadtschloß, auf dem Rasen davor etliche Familien und einzelne Gruppen (teilweise unter Mißachtung der Abstandsregel), die offensichtlich auf die behördlichen Anweisungen pfiffen und sich an der Frühlingssonne und den milden Temperaturen erfreuten (Vielleicht war das aber auch ein Protest gegen die Obrigkeit) Es war ein Bild wie in Vor-Corona-Zeiten.

    Die Fernsehmoderatorin sprach von „purer Unvernunft“ (sinngemäß!). War es das wirklich? Jedenfalls war es pure Lebensfreude, die hier zum Ausdruck kam. Wie viele von diesen „Unvernünftigen“ werden – wenn überhaupt welche – nun an Covid 19 erkranken? Wäre interessant zu wissen. Falls niemand, würden die Mainstream-Medien darüber freilich nicht berichten. Denn das könnte ja Schule machen!

    • Eidgenosse schreibt:

      Sie haben Recht – aber leider werden erst wieder die Franzosen merken dass man das Regierungsgesindel zum Teufel jagen muss. Ich würde mir wünschen, dass sich die Menschen wo auch immer genauso verhalten wie vor den diktatorischen Anordungen der Abgehobenen. Die kleinen Lichter Merkel, Spahn, Altmeier, Maas, Kramp K – alle müssen weg.

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