Bankhäuser sind sich einig: Der US-Wirtschaft droht ein Mega-Absturz

22. April 2020
Bankhäuser sind sich einig: Der US-Wirtschaft droht ein Mega-Absturz
Wirtschaft
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New York. Der absehbare Absturz der US-Wirtschaft infolge der Corona-Krise macht den großen Banken Sorge. Sie korrigieren ihre ohnehin düsteren Prognosen jetzt immer weiter nach unten. Inzwischen erwarten die Bankhäuser einen katastrophalen Konjunktureinbruch von bis zu 40 Prozent. Als unmittelbare Corona-Folge rechnen sie damit, daß allein im laufenden Monat satte 25 Millionen Arbeitsplätze in den USA komplett verschwinden.

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Die Bank of America hatte Mitte März schon verkündet, die Corona-Ausbreitung gefährde die Wirtschaft auf beispiellose Weise. Im Verlauf des gesamten zweiten Jahresquartals würden jeden Monat eine Million Amerikaner ihren Job verlieren, was einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um zwölf Prozent nach sich ziehe. Die Bank Morgan Stanley sieht sogar einen 30-prozentigen Wirtschaftseinbruch.

Die aktuellen Prognosen fallen noch pessimistischer aus. Morgan Stanley erklärte in einer korrigierten Prognose von letzter Woche, die amerikanische Wirtschaft werde um 38 Prozent einbrechen: in allen Bundesstaaten schließen die Firmen, begründeten die Volkswirte der Bank ihre Einschätzung. „Uns erwartet ein tieferer Sturz und eine längere Erholungsphase als ursprünglich angenommen.“ Im dritten Quartal solle dann das Wachstum wieder einsetzen, aber es werde nur ein Drittel der Verluste vom ersten Halbjahr eingeholt.

Die Credit Suisse erwartet einen Rückgang der Wirtschaft um ein Drittel. „Wir sollten uns auf eine rekordmäßige Schrumpfung des Bruttoinlandsprodukts in den USA in diesem Quartal gefaßt machen, weil die Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft weiterhin zerstört. Das BIP schrumpft um 33,5 Prozent. Das heißt, der Zeitraum zwischen 1. April und 30. Juni wird der schlimmste sein in der Geschichte der Aufzeichnungen seit 1945“, schreiben die Schweizer Experten in einer Konjunkturanalyse. Im schlimmsten Quartal von 2008 sackte die amerikanische Wirtschaftsleistung demgegenüber „nur“ um 8,4 Prozent ab.

Der US-Nationalökonom Nouriel Roubini warnt allerdings, die aktuellen Krisenprognosen seien alle „relativ“, weil die Wirtschaft noch nie mit Problemen von vergleichbarem Ausmaß konfrontiert gewesen sei: „Weder in Zeiten der Großen Depression oder im Zweiten Weltkrieg noch in der Weltfinanzkrise 2008 hatte es das gegeben, daß der Großteil der Wirtschaft in den USA, in China und Europa einfach stillsteht“, sagte der Nobelpreisträger. (mü)

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2 Comments

  1. hans schreibt:

    Da fragt man sich.
    Wer wird wohl mal wieder daran ganz glänzend verdienen ?

    ich denk mal, genau die die schon die letzten 200 Jahre immer beim verdienen ganz vorn dabei waren.

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