Nur in Rußland sicher: Whistleblower Snowden verlängert seinen Aufenthaltstitel

19. April 2020
Nur in Rußland sicher: Whistleblower Snowden verlängert seinen Aufenthaltstitel
International
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Moskau. Der US-Whistleblower Edward Snowden hat im russischen Asyl eine Aufenthaltsverlängerung für weitere drei Jahre beantragt. „Wir haben beim Migrationsdienst die Unterlagen für eine Verlängerung von Snowdens Aufenthaltstitel eingereicht“, ließ sein Anwalt die Agentur Interfax wissen.

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Snowdens aktuelle Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis laufe in diesem Monat aus. Wegen der Coronavirus-Epidemie arbeiten die russischen Behörden derzeit mit großer Verzögerung. Ausländer, deren Dokumente auslaufen, müssen nach offiziellen Angaben aber keine Verfolgung befürchten.

„Bei ihm ist alles in Ordnung. Er arbeitet. Seine Frau ist bei ihm“, teilte der Anwalt schon im Februar auf die Frage nach Snowdens Befinden mit.

Snowden hatte 2013 Dokumente zu weltweiten Ausspäh-Aktivitäten des US-Abhördienstes NSA und seines britischen Gegenparts GCHQ Journalisten übergeben. Auf der Flucht über Hongkong wollte er nach eigenen Angaben nach Ecuador, strandete aber auf einem Moskauer Flughafen, nachdem die US-Regierung seinen Reisepaß für ungültig hatte. Snowden bekam Asyl in Rußland, nach einer Verlängerung aktuell bis 2020. (mü)

Bildquelle: Von https://www.youtube.com/user/TheWikiLeaksChannel – Derived from: File:Edward Snowden speaks about NSA programmes at Sam Adams award presentation in Moscow.webm @47s, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28970966

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3 Kommentare

  1. Deutsche Haltung sagt:

    Genau so geht das!
    Leute, denen man Schutz (Asyl) gewährt, sucht man sich ganz genau handverlesen aus. Vorzugsweise solche, die sich ein Verdienst um die schutzgebende Nation erworben haben.

  2. Eidgenosse sagt:

    Das üble Beispiel (Inhaftierung von Assange)aus England wird ihn wohl dazu bringen, sein restliches Leben im grossen Russland zuzubringen. Das Land bietet ja viel von St. Petersburg bis zur Beringstrasse, von Sibirien bis ans Schwarze Meer oder an die Mongolei. Snowdon hätte sich kaum ein vielfältigeres Domizil auswählen können – auch wenn es eher auf Zufall beruhte. Frage: wovon lebt er eigentlich?

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