Damit der Ölpreis nicht weiter fällt: Öl-Giganten einigen sich auf Förder-Drosselung

14. April 2020
Damit der Ölpreis nicht weiter fällt: Öl-Giganten einigen sich auf Förder-Drosselung
Wirtschaft
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Moskau/Riad/Washington. Die Öl-Giganten Rußland, Saudi-Arabien und USA haben sich im Rahmen der OPEC auf eine historische Ölpreis-Stabilisierung geeinigt. Dabei sollen für Mai und Juni die Fördermengen auf einem historischen Tiefststand fixiert werden – die Fördermenge soll um fast zehn Millionen Barrel (1 Barrel sind 159 LIter) täglich gedrosselt werden. Der kuwaitische Ölminister Chaled al-Fadhel sprach von einer „historischen Einigung“.

Es wird erwartet, daß auch andere Staaten ihre Produktion kürzen. Rußlands Präsident Putin telefonierte dazu mit US-Präsident Trump, teilte der Kreml mit. Rußland, die USA und Saudi-Arabien unterstützen demnach die Einigung. Mit der Drosselung könnten „die globalen Märkte stabilisiert und die Nachhaltigkeit der Weltwirtschaft insgesamt gewährleistet“ werden. Die Gespräche darüber sollten fortgesetzt werden, hieß es.

Mit der Kürzung will die OPEC den in der Coronakrise rasant gefallenen Ölpreis wieder stabilisieren. Ob die Entscheidung den Benzinpreis an den Tankstellen wieder steigen läßt, ist noch nicht klar. Der Ölpreis war in den vergangenen Wochen stark gefallen, zeitweise sogar auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren. Gründe sind die weltweit geringe Nachfrage wegen der Coronavirus-Epidemie sowie ein Preiskrieg zwischen Rußland und Saudi-Arabien. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Bair175/CC BY-SA 3.0 (Bildformat bearb.)

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Ein Kommentar

  1. Eidgenosse schreibt:

    Die Antwort der Märkte ist aber so: Brent/Crude Oil heute 7% tiefer. Tatsächlich wäre eine Drosselung um 10% ein gutes Argument für rasante Preissteigerungen – in normalen Zeiten. Inzwischen hat aber der Absatz von Öl/Benzin/Heizöl um fast 50% nachgelassen und das bedeutet, dass die Lager immer voller werden und manche schon mit negativen Preisen rechnen. Kein Witz, denn wenn die Lager voll sind wird Öl verschenkt oder sogar noch für die Abnahme bezahlt. Mittlerweile steht die US-Fracking Industrie vor dem Kollaps. Alle Unternehmen sind massiv verschuldet und können erst ab 50/60 USD/Fass profitabel fördern. Die gegenwärtige Rally an den Börsen dürfte sehr kurzlebeig sein, denn die Pleitewelle hat noch garnicht richtig begonnen, aber sie kommt gewaltig daher.

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