Henry Kissinger meldet sich zu Wort: „Nicht in nationalstaatliche Entwicklungen verfallen“

8. April 2020
Henry Kissinger meldet sich zu Wort: „Nicht in nationalstaatliche Entwicklungen verfallen“
International
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Washington. Mit einer programmatischen Erklärung zur Weltsituation im Zeichen der Corona-Krise hat sich jetzt einer der Vordenker und wichtigsten Strippenzieher der globalen Weltordnung, der frühere US-Außenminister Henry Kissinger, zu Wort gemeldet. In einem Gastbeitrag für die „Washington Post“ fordert er dazu auf, die USA fit für die „Ordnung der Welt nach Corona“ zu machen. Das Corona-Virus habe „mit beispiellosem Ausmaß und Grausamkeit zugeschlagen“ und werde die Weltordnung für immer verändern.

Nun müsse die US-Regierung „neue Techniken und Technologien zur Infektionskontrolle und entsprechende Impfstoffe für große Bevölkerungsgruppen“ entwickeln. Gefahren für die Freiheitsrechte der Bürger vermag Kissinger in diesem Vorschlag nicht zu erkennen. Wichtiger sei es ohnedies, den „Übergang zur Post-Corona-Ordnung zu starten“, doziert Kissinger.

In einem zweiten Schritt gelte es dann „die Wunden der Weltwirtschaft zu heilen“. Noch wichtiger sei es, jetzt nicht auf nationalstaatliche Maßnahmen und Entwicklungen zu verfallen, die mit dem Kerngedanken der Globalisierung angloamerikanischer Prägung nicht kompatibel seien. Es sei vorrangig, „die Prinzipien der liberalen Weltordnung“ zu schützen. „Die Demokratien der Welt müssen ihre aufklärerischen Werte verteidigen und aufrechterhalten“, mahnt der renommierte Geopolitiker, der die US-Außenpolitik mehrere Jahrzehnte lang maßgeblich mitbestimmte und an einflußreichen Schaltstellen wie etwa dem Council on Foreign Relations (CFR) tätig war. (mü)

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2 Comments

  1. Hermann1 schreibt:

    Der Globalist und Kriehsverbrecher Kissinger träumt von einer Welt, die ihm gerade davon läuft.

  2. Bernd Sydow schreibt:

    Ich frage mich, welcher Alptraum ist schlimmer, der, den wir in Zeiten der Corona-Bedrohung gerade durchleben, oder der, in dem wir leben müßten, sollte Kissingers Post-Corona-Vorstellung einer „Schönen Neuen Welt“ (Zukunftsroman von Aldous Huxley) Wirklichkeit werden!

    Ich habe nachgedacht und komme zu dem Schluß, der Alptraum von Kissingers „schöner neuer Welt“ wäre schlimmer, denn bei dem Corona behält der Mensch wenigstens seine Seele, indes in der „schönen neuen Welt“ wird dem Menschen seine Seele – und damit sein Mitgefühl – herausoperiert.

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