Kommunalwahl in Bayern: CSU fährt zweitschlechtestes Ergebnis ein

24. März 2020
Kommunalwahl in Bayern: CSU fährt zweitschlechtestes Ergebnis ein
National
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München. Die bayerische Kommunalwahl am vorletzten Wochenende kennt einen großen Verlierer: die CSU. Sie konnte im landesweiten Durchschnitt nicht einmal 40 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Insgesamt blieb die CSU zwar stärkste Partei, doch vor allem die Grünen konnten massiv aufholen.

Das CSU-Ergebnis ist das schlechteste seit fast 70 Jahren. Dem vorläufigen Endergebnis zufolge verloren die Christsozialen gegenüber dem Jahr 2014 5,1 Prozent und landeten bei nur noch 34,5 Prozent. Dies ist das zweitschlechteste Kommunalwahlergebnis der CSU überhaupt. Nur 1952 hatten die Christsozialen noch schlechter abgeschnitten.

Überdurchschnittlich hohe Stimmverluste hatte die CSU in den kreisfreien Städten, wo sie um sechs Prozent auf 27,6 Prozent abstürzte. In den Landkreisen holte sie nach einem Minus von 4,7 Punkten noch 36,6 Prozent.

Neue zweitstärkste Kraft in den bayerischen Kommunen sind die Grünen, die landesweit 17,3 Prozent holten. Besonders in den Städten legten die Grünen besonders stark zu – sie konnten sich dort um durchschnittlich 10,6 Prozent auf 23,2 Prozent steigern.

Weitere Großtrends: die SPD sackte gegenüber 2014 um sieben auf jetzt noch 13,7 Prozent ab. Die AfD legte um 4,4 auf 4,7 Prozent zu – ein eher enttäuschendes Ergebnis. Die Freien Wähler kamen auf 4,1 Prozent (+ 0,3 Punkte), die FDP auf 2,7 Prozent (+ 0,3 Punkte). (mü)

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2 Comments

  1. Michael Lanzinger schreibt:

    Was hat die Kommunalwahl mit dem Landesdurchschnitt zu tun? Was zählt sind die jeweiligen Wahlkreise wo koaliert wird wie es auf Landesebene niemals zustande kämen. Da zählt die Persönlichkeit der Kandidaten und nicht die Landesdurchschnitt!

  2. Mark schreibt:

    @Herr Lanzinger: Wenn das mit der Persönlichkeit stimmen würde, dann wäre die Landtagswahl in Thüringen tatsächlich mit rechten Dingen zugegangen, und ein FDP-Kemmerich hätte zeigen sollen, was er als MP kann. Dem war aber leider nicht so. Möglicherweise ist da tatsächlich eine Persönlichkeit verlorengegangen…

    Was im übrigen die Wahlen betrifft: An so etwas glaube ich schon lange nicht mehr; es sei denn, der Normalbürger wählt tatsächlich gewohnheitsmäßig anders, als er tatsächlich denkt. Und Manipulationen sind hier sehr wohl möglich.

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