Bürgerschaftswahl in Hamburg: AfD schafft nach Wahl-Krimi Wiedereinzug – FDP muß weiter bangen

24. Februar 2020
Bürgerschaftswahl in Hamburg: AfD schafft nach Wahl-Krimi Wiedereinzug – FDP muß weiter bangen
National
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Hamburg. Nachdem erste Prognosen und Hochrechnungen die AfD an der Fünf-Prozent-Hürde hatten scheitern sehen, stand die stärkste Oppositionskraft im Deutschen Bundestag am Ende des Wahlabends bei 5,3 Prozentpunkten und konnte damit ihren Wiedereinzug in die Hamburger Bürgerschaft feiern. Unterdessen rangiert die FDP weiter bei exakt 5,0 Prozent und muß weiter um den Parlamentseinzug bangen, insbesondere vor dem Hintergrund einer womöglichen Wahlpanne.

Der zahlenmäßige Gewinner der Wahl sind die Sozialdemokraten, die zwar 6,6 Prozent verloren, aber mit 39 Prozent immer noch unumstrittene Nummer eins in ihrer Hochburg Hamburg sind. Der große Gewinner sind die Grünen, die beinahe 12 Prozentpunkte dazu gewinnen und auf 24,2 Prozent kommen.

Während die Linke mit einem Plus von 0,6 Prozentpunkten auf 9,1 Prozent zulegen kann, ist die CDU der große Verlierer der gestrigen Wahl. Nur noch 11,2 Prozent (minus 4,7 Prozent) der Wähler vertrauen der Union in Hamburg. (se)

 

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6 Comments

  1. Christ343 schreibt:

    Die AfD macht den Fehler, die Wehrpflicht wieder einführen zu wollen. Viele andere rechtskonservative Positionen der AfD sind jedoch richtig. Auch die Parteien ÖDP und Bündnis C machen eine gute Politik. Mehr dazu auf meiner Internetseite (bitte auf meinen Nick-Namen klicken).

    • Wolfsrabe schreibt:

      Was haben Sie gegen die Wehrpflicht bzw warum halten Sie diese für einen Fehler?

    • Mike Hunter schreibt:

      Ich finde das super, dass die Wehrpflicht durch die AfD auf die Tagesordnung gesetzt wird. Erstens hat uns die Abschaffung, durch die drauffolgende Privatisierung verschiedener Leistungen die durch Wehrdinstverweigerer erbracht worden sind, ein schweine Geld gekostet und zweitens, ist es eine tolle Erfahrung wenn man z.B. durch ein oder 1,5 Jahre Wehr- der Ersatzdienst, ein wenig an sein Land, dass einem Zucker in den Hintern bläst, zurückgibt. Nicht nur fordern und dicke Sprüche klopfen oder demonstrieren, sondern sich erkenntlich zeigen. Ich würde keinen Einzigen verteidigen, der sich herablassend über unser Land geäussert hat oder der meint er bräuchte nichts tun ausser die Hand aufhalten.

  2. Eidgenosse schreibt:

    Positiv ist, dass sich doch recht viele nicht von der Hanau-Hetze beeinflussen liessen und dennoch AfD wählten. Erschütternd ist der Rest. Wenn ich es richtig sehe dann wählten etwa 2/3 linksaussen. Failed State – fällt mir dazu ein. Vielleicht kommt jetzt doch noch der Crash und das grün-links-debile Akademiker-Proletariat in Hamburg fällt auf den harten Boden der Wirklichkeit.

    • Mike Hunter schreibt:

      Lassen Sie mal Corona durchziehen und dann schauen wir weiter! Das kann gut ausgehen oder auch ganz übel. Dann trennt sich die Spreu vom Weizen. Aber sie haben recht: Es ist unglaublich wie blind das Wahlvolk geworden und wie einfach es zu beeinflussen ist.

  3. Bernd Sydow schreibt:

    Eine große Mehrheit der Hamburger Wahlbürger hat links gewählt (SPD, Grüne, Linke). Angesichts des für Hamburg typischen Bevölkerungscharakters ist daran im Grunde nichts Bemerkenswertes. Bemerkenswert ist allerdings die Verschiebung der Prozentzahlen von FDP und AfD – für mich die einzigen Parteien in diesem Wahlkampf und überhaupt, die das Attribut ‚bürgerlich‘ verdienen – im Verlaufe des Abends. Die CDU, in früheren Zeiten ein Glanzlicht der Bürgerlichkeit, ist es seit dem Beginn der Merkel-Ära unverkennbar nicht mehr.

    Endergebnis: Die AfD ist „drin“ – allein darauf kommt es an!

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