Unterstützung für Assange: Europarat verlangt Freilassung

1. Februar 2020
Unterstützung für Assange: Europarat verlangt Freilassung
International
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Brüssel. Der Europarat hat jetzt in einer Resolution die Freilassung des Whistleblowers Julian Assange gefordert. Erst vorige Woche wurde die Einzelhaft des Angeklagten in einem britischen Gefängnis auf internationalen Druck hin beendet. Die Herstellung von Öffentlichkeit ist derzeit praktisch die einzige Hilfe für Assange, der damit rechnen muß, an die USA ausgeliefert zu werden.

Die USA hatten unmittelbar nach seiner Festnahme in der ecuadorianischen Botschaft in London im April 2019 die Auslieferung gefordert. In den USA soll Assange nach einem Antispionagegesetz aus dem Jahr 1917 angeklagt werden. Ihm droht in den USA eine lebenslange Haftstrafe oder sogar die Todesstrafe.

Die Anhörung im Auslieferungsverfahren soll am 24. Februar in London stattfinden. Zahlreiche Journalisten und Parlamentarier wollen dieses Verfahren als Beobachter verfolgen.

​Der Forderung der Versammlung des Europarats war am Montag eine Anhörung vorausgegangen, in der John Shipton, der Vater von Julian Assange, Nils Melzer, UN-Sonderberichterstatter für Folter, Anthony Bellanger, Generalsekretär der Internationalen Journalisten-Föderation, und Regis Brilliard, Exekutivsekretär des Anti-Folter-Komitees des Europarates, über die Verfolgung von Assange gesprochen hatten. (mü)

Bildquelle: flickr/Espen Moe/CC BY 2.0

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