Regionalwahlen in Kalabrien und der Emilia Romagna: Ein Dämpfer für Salvini

31. Januar 2020
Regionalwahlen in Kalabrien und der Emilia Romagna: Ein Dämpfer für Salvini
International
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Rom. Bundesdeutsche „Qualitätsmedien“ beeilten sich, von einer Niederlage des italienischen Lega-Chefs und früheren Innenministers Salvini zu fabulieren. Die Wahrheit ist, daß das Ergebnis der italienischen Regionalwahlen in Kalabrien und der Emilia Romagna durchwachsen ist. Salvinis Lega bleibt weiterhin die schlagkräftigste politische Kraft in Italien, konnte die Linke aber nicht aus dem Feld schlagen.

Im süditalienischen Kalabrien gelang dem Rechtsbündnis um die Anwältin Jole Santelli immerhin ein Sieg gegen den von der sozialdemokratischen PD ins Rennen geschickten Unternehmer Pippo Calippo. Die Kandidatin der patriotischen Forza Italia, die von dem Medienmogul Berlusconi begründet wurde, erhielt 55,7 Prozent der Stimmen und wird künftig der Regionalregierung vorstehen und den Sozialdemokraten Mario Oliverio ablösen.

Salvinis zeitweiliger Koalitionspartner, die Fünf-Sterne-Bewegung, sackte auf magere 7,4 Prozent ab, obwohl der italienische Süden einst der Ausgangspunkt ihrer Erfolge war. Noch ärger traf es die Cinque Stelle in der Emilia Romagna – hier kamen sie nur noch auf 3,4 Prozent.

Hingegen konnte hier der sozialdemokratische Kandidat Stefano Bonaccini 51,4 Prozent einfahren, was von den etablierten Medien auftrumpfend als politische Trendwende gefeiert wurde. Doch danach sieht es nicht aus. Salvinis Rückkehr an die Macht mußte einen Dämpfer einstecken, mehr aber nicht. (mü)

Bildquelle: Ministry of the Interior – http://www.interno.gov.it/it/ministero/matteo-salvini/CC BY 3.0 it

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