Nach erfolgreicher Migranten-Abwehr: „Die ungarisch-serbische Grenze ist permanent unter Druck“

31. Januar 2020
Nach erfolgreicher Migranten-Abwehr: „Die ungarisch-serbische Grenze ist permanent unter Druck“
International
0

Budapest. Nach der erfolgreichen Abwehr einer größeren Migrantengruppe an der ungarischen Grenze werden in den Medien weitere Details über den Zwischenfall bekannt. Demnach genügten drei Warnschüsse der ungarischen Grenzer, um die Gruppe von rund 70 Illegalen vom Betreten ungarischen Bodens abzuhalten. Auch das Innenministerium in Budapest bestätigte die Warnschüsse. Vier Personen seien festgenommen worden. Die anderen seien „in alle Windrichtungen“ geflohen. Die ungarischen Behörden sind sich sicher, daß es sich um eine geplante und organisierte Aktion, womöglich unterstützt von Schleppern, handelte.

Die rund 70-köpfige Gruppe hat zwei Versuche unternommen, auf ungarisches Territorium zu gelangen.

Nach Kontrollen des Grenzzaunes wurden zum Teil massive Schäden festgestellt. Auf einer Länge von rund zehn Metern sei die Barriere zerstört worden, teilten die Behörden mit. Nun wird der Zaun entlang einer Bundesstraße verstärkt.

„Die ungarisch-serbische Grenze ist permanent unter Druck“, erklärte György Bakondi, für die innere Sicherheit zuständiger Berater von Ministerpräsident Viktor Orbán, im Rahmen einer Pressekonferenz zu den Vorgängen. Im Januar versuchten seinen Angaben zufolge bereits mehr als 3000 Personen einen illegalen Grenzübertritt. Der jüngste „Angriff auf die Grenze“ sei in zwei Wellen erfolgt. Innenminister Sandor Pinter betonte, die Polizei sei vorbereitet und bereit, „Ungarn zu schützen“.

Der jüngste Vorfall machte am Rande einmal mehr deutlich, daß von den ungarischen Grenzkontrollen unmittelbar auch Deutschland profitiert. Einem ungarischen Fernsehteam gelang es, einige Mitglieder der Migrantengruppe auf serbischer Seite ausfindig zu machen. In einem Bericht gaben die mehrheitlich aus Ägypten stammenden jungen Männer ihre nächtliche Aktion zu und erklärten ausdrücklich: „Wir werden immer wieder von der Polizei aufgehalten und Richtung Serbien gedrängt. Aber wird geben nicht auf. Wir wollen nach Österreich und weiter nach Deutschland“, gab einer der Männer dem Fernsehteam gegenüber zu Protokoll. (mü)

Bildquelle: MTI

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.