„Rammstein“-Keyborder über die Vergangenheit: „An der DDR war nicht alles schlecht“

29. Januar 2020
„Rammstein“-Keyborder über die Vergangenheit: „An der DDR war nicht alles schlecht“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Der Rammstein-Keyboarder Christian „Flake“ Lorenz hat sich in einem Interview für die österreichische Zeitung „Standard“ über die deutsche Wiedervereinigung ausgelassen – allerdings durchaus zwiespältig.

Als die Mauer gefallen sei, habe eine „irre spannende Zeit“ begonnen, in der man sich beruflich, politisch und musikalisch zu verwirklichen versuchte, erinnert sich der Musiker. Doch ab der Wiedervereinigung ging „alles schief“: „Wir wurden als unnützes Land angegliedert, ganze Biografien für wertlos erklärt, Firmen geschlossen, damit sich die Westfirmen breitmachen konnten.“

Die Ostdeutschen (sic) seien so sehr „zurückgesetzt worden“, daß sich ein Groll und eine Enttäuschung aufgebaut hätten, die bis jetzt anhielten. Daß in der früheren DDR rechte Parteien großen Erfolg haben, erklärt der Musiker mit der Enttäuschung darüber, daß sich bestimmte Versprechen nicht erfüllt hätten: mit der politischen Linken hätten die Ostdeutschen (sic) schon viel Erfahrung, jetzt wollten sie es mit rechts probieren.

Im übrigen könne er nicht sagen, daß die DDR komplett schlecht gewesen sei. „Ich möchte nicht wissen, wie viele unschuldige Menschen im Westen eingesperrt und überwacht wurden bzw. werden“, sagt Lorenz. (rk)

Bildquelle: Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

Ein Kommentar

  1. Tristan schreibt:

    Recht hat der Mann. Nicht „Sozialismus“ ist das Problem, sondern Liberalismus. Diesem verdanken wir so ziemlich ALLE Probleme unserer Zeit: Sittenverfall, Perversion, Schwulenkult, „offene“ Grenzen, Umvolkung, Zerstörung der Familie, kultureller Niedergang usw. Mit seiner Analyse über „rechts“ und „links“ liegt der Bursche freilich falsch.

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