Münchner SPD will massenhaft Straßen-Umbenennungen: Bismarck war „rassistisch“ und Kolumbus Sklavenhändler

17. Januar 2020
Münchner SPD will massenhaft Straßen-Umbenennungen: Bismarck war „rassistisch“ und Kolumbus Sklavenhändler
Kultur & Gesellschaft
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München. Das war zu erwarten – wenn politisch korrekte Vergangenheitsbewältiger so dürfen, wie sie wollten, gibt es kein Halten mehr. In der bayerischen Landeshauptstadt München, die ohnehin schon besonders schwer unter linksgrünen Absonderlichkeiten leidet, gibt es jetzt einen Vorgeschmack.

Zeitgeistschnittige Historiker des Stadtarchivs haben nach dreijähriger Recherche eine Liste vorgelegt: demnach soll bei 40 Münchner Straßen wegen der „historischen Belastung“ ihrer Namensgeber über eine Umbenennung diskutiert werden. Bei den genannten Persönlichkeiten gebe es einen „erhöhten Diskussionsbedarf“, ließ die Stadtverwaltung wissen. Durch explizite Äußerungen und Handlungen insbesondere im Zusammenhang mit dem NS-Regime müßten sie als „belastet“ gelten.

Aber das ist längst nicht alles: bei sage und schreibe weiteren 320 Straßen regten die Historiker an, die Namensgeber auf Zusatzschildern zu kommentieren und in einen Zusammenhang zu stellen. Details sickerten inzwischen durch: Erklärungsbedarf sehen die Münchner Vergangenheitsbewältiger demnach u.a. für Franz Josef Strauß, Otto von Bismarck, Arthur Schopenhauer, Erich Kästner, ja selbst Christoph Kolumbus. Beim früheren bayerischen Ministerpräsidenten Strauß wird negativ vermerkt, daß er sich in Afrika von den Mächtigen habe hofieren lassen und auf Jagdsafaris auf Antilopen geschossen (!) habe. Amerika-Entdecker Christoph Kolumbus wird Zuckerhandel und Sklavenhandel vorgeworfen, Bismarck angeblich „rassistische“ Tendenzen.

Die Listen verdanken sich einem SPD-Antrag. Deren Fraktionschef Christian Müller gilt als besonders zeitgeistschnittiger Rathaus-Politiker. (ts)

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