Sie kamen als „Flüchtlinge“: Stuttgarter Gericht verurteilte syrische Terror-Mörder

16. Januar 2020
Sie kamen als „Flüchtlinge“: Stuttgarter Gericht verurteilte syrische Terror-Mörder
Kultur & Gesellschaft
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Stuttgart. Es ist kaum mehr als eine Geste, aber eine richtige: das Oberlandesgericht Stuttgart hat jetzt ein früheres Mitglied der syrischen Terrormiliz Jabhat Al-Nusra zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Das Gericht sprach den 31jährigen Mann wegen zweifachen Mordes im Zusammenhang mit einem Massaker auf einer Müllhalde in Syrien schuldig. Zudem war er als Rädelsführer der Gruppe nach Ansicht des Gerichts an 17 weiteren Morden beteiligt.

Der Staatsschutzsenat stellte eine besondere Schwere der Schuld fest. Drei weitere Angeklagte erhielten Haftstrafen zwischen drei und acht Jahren.

Bei dem Massaker im Jahr 2013 in der Nähe der Stadt Tabka sollen unter Beteiligung der vier Angeklagten mindestens 19 Gefangene der radikalislamischen Organisation getötet worden sein. Die Opfer waren Mitglieder der regulären syrischen Armee und der Polizei. Alle vier Männer waren – wie womöglich Zehntausende anderer – als „Flüchtlinge“ eingereist und lebten zuletzt in verschiedenen deutschen Städten. (ts)

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