Trump erteilt Abzug aus dem Irak eine Absage: „Jetzt ist nicht der richtige Moment“

12. Januar 2020
Trump erteilt Abzug aus dem Irak eine Absage: „Jetzt ist nicht der richtige Moment“
International
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Washington/Bagdad. US-Präsident Trump hat jetzt einem baldigen Truppenabzug aus dem besetzten Irak eine klare Absage erteilt. „Zu einem bestimmten Zeitpunkt wollen wir raus, aber jetzt ist nicht der richtige Moment“, erklärte Trump.

Die USA wollten nicht „für immer“ im Irak bleiben, aber ein übereilter Abzug jetzt wäre „das Schlimmste, was dem Irak passieren könnte“, sagte der Präsident weiter. In einem solchen Fall würde der Einfluß des Iran noch stärker werden, sagte Trump. Das widerspreche dem Willen der Menschen im Irak.

Trump wiederholte bei dieser Gelegenheit seine Forderung, wonach der Irak im Falle eines Abzugs unter anderem die Kosten für von den USA gebaute Infrastruktur wie die US-Botschaft oder Militärstützpunkte zurückerstatten solle. Für den Fall, daß die USA bei der Frage des Abzugs nicht respektiert würden, könne es auch Sanktionen gegen den Irak geben, drohte er.

Das irakische Parlament hatte am Sonntag eine Resolution verabschiedet, nach der die Regierung den Abzug aller ausländischen Truppen im Land einleiten soll, die Teil des US-geführten Bündnisses zum Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sind. Zudem sollen ausländische Truppen künftig auch den irakischen Luftraum nicht mehr nutzen dürfen. (mü)

3 Comments

  1. Rack schreibt:

    So viel zur Demokratisierung und zur Souveränität von Staaten.
    Was zählt ist offenbar einzig und allein die Macht, alles andere ist Verdummung!

  2. Eidgenosse schreibt:

    ….“Das widerspreche dem Willen der Menschen im Irak“ – was für eine ungeheure Blasphemie – wer hat die Iraker jemals gefragt – George double vielleicht? Aber die Sprüche eines Trump sind und waren kaum jemals diskussionswürdig, ebensowenig wie die Besatzung des Irak durch US Söldner. Tatsächlich wird der Iran wohl in das Vakuum, sofern es entsteht, hineinstossen.

  3. Ali Baba schreibt:

    „das Schlimmste, was dem Irak passieren könnte“, sagte der Präsident weiter: DAS SCHLIMMSTE IST DAS, DASS DIE AMERIKANISCHE BANDE BIS AUF DEN HEUTIGEN TAG IHRE WURZEL IM IRAK GEFASST HAT!

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