Ex-Bundesfinanzminister Waigel stichelt gegen Ex-Papst Benedikt: „Je älter, umso konservativer“

12. Januar 2020
Ex-Bundesfinanzminister Waigel stichelt gegen Ex-Papst Benedikt: „Je älter, umso konservativer“
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Der ehemalige Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU), dem Deutschland die Einführung des Euro und die Abschaffung der D-Mark verdankt, hat sich mit herber Kritik am früheren, inzwischen emeritierten Papst Benedikt XVI. zu Wort gemeldet. Der frühere Pontifex ist dem 80jährigen Waigel offenbar zu „konservativ“.

Der Illustrierten „Bunte“ sagte er jetzt in einem Interview: „Enttäuscht bin ich vom ehemaligen Papst Benedikt. Je älter er wurde, umso konservativer.“

Er sei dafür, daß Frauen auch Priesterinnen sein dürfen: „Jesus hat die Frauen nicht ausgeschlossen. Auch das Pflichtzölibat ist nicht in der Bibel geboten“, glaubt Waigel zu wissen. (rk)

Ein Kommentar

  1. Mark schreibt:

    Das mit der Bibel ist so eine Sache; auch wenn sich viele auf diese Schriften berufen und vom Inhalt überzeugt sein mögen. Wer weiß schon wirklich genau, von wem sie geschrieben wurde und vor allem: Aus welcher Motivlage heraus. Im Laufe der Geschichte wurden immer wieder Textstellen herausgenommen, andere wiederum dazugedichtet. Und vieles wurde ebenso verschlüsselt, so daß nur ein bestimmter Personenkreis damit etwas anfangen konnte (und kann!!). Da darf die dogmatische Sichtweise von einer „Heiligen Schrift“ ruhig angezweifelt werden. Im Zuge einer sog. „Christianisierung“ wurde immer mit „Feuer und Schwert“ vorgegangen. Im Klartext: Mit Folter, Scheiterhaufen und grausamen Kriegen. Alles „im Namen Gottes??“

    Was die Argumentation eines Theo Waigel gegen den zurückgetretenen Ex-Papst anbelangt: Mir gefällt weder die Doktrin des einen noch des anderen.

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