Bundesregierung fördert Parallelgesellschaften: Bald türkische Schulen in Deutschland?

11. Januar 2020
Bundesregierung fördert Parallelgesellschaften: Bald türkische Schulen in Deutschland?
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Eine umstrittene Causa: Türkische Schulen, über deren Errichtung auf deutschem Boden die Bundesregierung derzeit mit der türkischen Regierung verhandelt. Ein entsprechendes Abkommen soll den rechtlichen Rahmen für die Einrichtung von drei Schulen regeln. Als Standorte sind Medienberichten zufolge Berlin, Köln und Frankfurt am Main im Gespräch, wo jeweils große türkische Minderheiten leben.

Die Verhandlungen laufen schon seit Sommer 2019. Ausgelöst wurden sie durch die vorübergehende Schließung der deutschen Schule in Izmir durch türkische Behörden ein Jahr zuvor. Das türkische Erziehungsministerium hatte diese damit begründet, daß der Schule die rechtliche Grundlage fehle. Das geplante Abkommen mit der Türkei zielt nun dem Auswärtigem Amt zufolge darauf ab, auch „die Rechtsgrundlage für die deutschen Auslandsschulen in Ankara, Istanbul und Izmir abzusichern“. Wann die Gespräche abgeschlossen sein werden, ist noch offen. Ein Entwurf für ein Abkommen liegt bereits vor.

Kritik an dem Projekt gibt es auch schon. So forderte der Bundestagsabgeordnete Peter Heidt, FDP-Obmann im Ausschuß für Menschenrechte, das Auswärtige Amt müsse „sicherstellen, daß die türkischen Schulen in Deutschland nicht zum Einfallstor für Erdoğans Ideologien werden“. An den türkischen Schulen in Deutschland, sagte Heidt, dürfe nichts vermittelt werden, „was unseren Interessen und freiheitlichen Werten widerspricht“. (ts)

6 Comments

  1. Rack schreibt:

    Umvolkung. Die ungeschminkte Wahrheit!
    Bisher immer bestritten, nun wird sie offen durchgeführt, die Türkisierung.
    Bisher gilt schon zweierlei Recht. Die Bevorzugung der Rechtgläubigen und die Unterdrückung der Kufar!

  2. Siegfried schreibt:

    Warum nicht?
    Besser als babylonische Misch-Schulen.
    Zu plädieren wäre dann aber auch für Deutsche Schulen in der BRD.

  3. Dr. W. Schauerte schreibt:

    Wir warten auf das türkische Abitur, was u.U. besser ist als der Verwahrunterricht in deutschen Schulen, mit Lehrkräften, deren Dummheit Legion ist

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Die Türken bilden die größte Minderheit in Deutschland. Längst existiert hierzulande eine türkische Parallelgesellschaft mit eigenen Wertvorstellungen (bspw. bei Familien), die sich deutlich von den liberalen Werten unserer Gesellschaft unterscheiden.

    Wenn aber unsere politisch Verantwortlichen von den bei uns lebenden Türken erwarten, daß sie sich in das deutsche Gemeinwesen integrieren – wovon ich mal ausgehe -, wozu dann eigentlich türkische Schulen? Türkische Schulen in Deutschland würden der gewünschten Integration – von Assimilation gar nicht erst zu reden – mit Sicherheit zuwider laufen!

  5. Petersilie schreibt:

    In der Türkei gibt es auch deutsche Schulen. Ich gehe nicht davon aus, dass alle hier arbeitenden Türken für immer in Deutschland bleiben wollen; ist doch umgekehrt genauso.
    z. B. : Privatschule der Deutschen Botschaft Ankara – Ernst-Reuter-Schule

    Die Ernst-Reuter-Schule ist wie ihre Zweigstellen in Istanbul und Izmir in freier Trägerschaft eine Privatschule nach deutschen Recht. Sie führt nach Lehrplänen des Bundeslandes Thüringen zu den mittleren Bildungsabschlüssen und in Klasse 11 und 12 zum Gemischtsprachigen „International Baccalaureate“-IB (engl./dt.). Das IB ermöglicht ein Studium in Deutschland sowie weltweit in Ländern, deren Universitäten das IB anerkennen.

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