Antisemitismusbeauftragter fordert: Deutsche Firmen brauchen noch mehr Vergangenheitsbewältigung

2. Januar 2020
Antisemitismusbeauftragter fordert: Deutsche Firmen brauchen noch mehr Vergangenheitsbewältigung
National
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Berlin. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat zum Jahreswechsel eine neue Runde der Vergangenheitsbewältigung angemahnt. Im Visier hat er dabei den deutschen Mittelstand. Mehr deutsche Unternehmen als bislang müßten ihre Vergangenheit während der NS-Herrschaft aufarbeiten, forderte Klein.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) solle dazu „eine neue Initiative“ zur Auseinandersetzung von Unternehmen mit ihrer Geschichte während der „Nazi-Diktatur“ ins Leben rufen, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe gegenüber.

Nach seinen Angaben haben rund 50 Prozent der deutschen Unternehmen ihre Rolle im Nationalsozialismus noch nicht aufgearbeitet. Insbesondere Branchen wie etwa die Stahlindustrie hätten ihre eigene Geschichte noch zu wenig untersucht. Klein lobte aber den BDI dafür, daß dieser seine eigene Verbandsgeschichte während der NS-Diktatur bereits „gut aufgearbeitet“ habe. (rk)

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