Erdogans Retourkutsche: Anerkennung der Indianer-Ausrottung als „Völkermord“?

22. Dezember 2019
Erdogans Retourkutsche: Anerkennung der Indianer-Ausrottung als „Völkermord“?
International
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Ankara. Als Reaktion auf die Anerkennung der türkischen Armenier-Massaker als „Völkermord“ durch die US-Regierung fährt der türkische Präsident Erdogan jetzt schweres Geschütz auf. In einem TV-Interview hat er den USA den Völkermord an den Indianern vorgeworfen.

Wörtlich erklärte Erdogan: „Unser Parlament kann auch den Genozid an den Indianern anerkennen. Können wir über die USA ohne die indigenen Völker sprechen? Das ist die beschämende Geschichte Amerikas.“

Erdogan hatte zuvor den Armenier-Beschluß des US-Repräsentantenhauses als „wertlos“ und den Vorwurf des Völkermords als „die größte Beleidigung unseres Volkes“ bezeichnet. Außerdem will er sich vorbehalten, die US-Luftwaffenbasis Incirlik in der Türkei zu schließen. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Kremlin.ru/CC BY 4.0

3 Comments

  1. Petersilie schreibt:

    Dass die Indianer aus dem fruchtbaren Norden in die öden Wüsten deportiert wurden, das ist Fakt.

    Es bringt absolut gar nichts, dass sich die Regierungen die Verbrechen der Vergangenheit vorwerfen.

    Für alle Schandtaten gilt wohl, dass die Verantwortung stets bei den Herrschenden zu suchen sind und nicht in weiten Teilen der Bevölkerung.

  2. Schauerte schreibt:

    Wer ist schon Erdogan

  3. omas bioladen schreibt:

    Er hat doch Recht. Die Briten haben mit den etwa 200 eingeborenen Völkern erfolgreich vollbracht, was sie den Deutschen mit den Juden vorwerfen.
    Hier soll scheints das ene vom anderen ablenken.

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