Wegen Feinstaub und Co.: Deutsche Umwelthilfe will Verbot von Holz-Kaminöfen

19. Dezember 2019
Wegen Feinstaub und Co.: Deutsche Umwelthilfe will Verbot von Holz-Kaminöfen
Kultur & Gesellschaft
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Hannover. Es wird immer irrer: die „Deutsche Umwelthilfe“ (DUH) setzt sich allen Ernstes für ein Holzofen-Verbot ein. DUH-Berater Axel Friedrich behauptete unter Berufung auf eine EU-Studie, 26 bis 44 Prozent des Feinstaubs und Rußes in Deutschland stammten aus Holz-Kaminöfen. „In einigen Gegenden werden höhere Belastungen gemessen als in Peking.“ Friedrich warnte deshalb im „Spiegel“ vor einer Zunahme von Erkrankungen. Es müsse schnell gehandelt werden. „Andernfalls werden wir schon bald einen Anstieg von typischen Atemwegserkrankungen sehen, die auf die hohen Feinstaub- und Rußkonzentrationen zurückgehen.“

Das Umweltbundesamt widerspricht dieser Sicht allerdings. Je nach Messungen machten Holzöfen höchstens „zwischen acht und 16 Prozent“ der Feinstaub-Emissionen aus. Allerdings habe die Bundesregierung längst beschlossen, die Feinstaubausstöße aus Kaminen einzudämmen, erinnerte der Bundesverband der Schornsteinfeger.

Es gebe zwar keine grundsätzliche Filterpflicht, doch die zulässigen Werte würden schrittweise gesenkt und Anlagen überprüft, sagte Verbandssprecher Alexis Gula der Bild. Bis Ende 2020 testeten Schornsteinfeger Kamine der Baujahre 1985 bis 1994. Falls sie die Höchstgrenze überschritten, würden die Besitzer dazu verpflichtet, Filter einzubauen. Wer einen neuen Kamin anschaffe, müsse bereits jetzt auf strengere Grenzwerte achten. (ts)

6 Comments

  1. Rack schreibt:

    Im nächste Schritt verbietet man in Deutschland Pullover, weil damit die Unterkühlung der Nazis verhindert wird!

  2. Rack schreibt:

    Wer finanziert diese illustre Gesllschaft zur Zerstörung Europas?

  3. Irrsinn schreibt:

    Die Ökoterroristen wieder…
    Wer finanziert diesen Verbotsverein? Grüne?
    Zuerst sollen Leute Auto abstellen, dann auch noch daheim frieren…

    Es sind oft gerade die ärmeren alten Häuschenbesitzer, die Gas oder Öl sparen wollen und in der Übergangszeit mit Holz (meistens nur in einem Raum) heizen. Die sollen wohl das Häuschen verkaufen müssen…

    Und Schorsteinfeger suchen scheinbar – nachdem sie das bequeme Monopol nicht mehr haben – nach neuen Einnahmequellen.

  4. Petersilie schreibt:

    Meinen Kamin habe ich zugemauert. Holz wird von mir nicht mehr verfeuert. Die Emissionen im Winter sind in dicht besiedelten Wohnbaugebieten Tatsächlich eine Zumutung.

    Dass über den Weg der deutschen Umwelthilfe hier quasi eine „Ersatzregierung“ unterwegs ist, spricht für die Überholtheit des Parteiensystems.

    Ist jetzt wohl nicht das, was alle hören wollen; aber wer will schon nachts die ganzen Abgase aus dem Nachbarkamin ins Kinderzimmer oder ins Elternzimmer gepustet bekommen.

    • Wolfsrabe schreibt:

      Ich kenne das von Kindheit an. Ist von Ihnen aber überzogen dargestellt. Probleme gibt es nur, wenn sich jemand nicht an die erlaubten Feuermittel hält. Dann wird mit dem entsprechenden Nachbarn ein Wort gesprochen, ein Bier dazu getrunken und die Sache ist erledigt. So geht Gemeinschaft.

  5. Armin schreibt:

    Ich habe genug von diesen nicht demokratisch gewählten NGO’s, die über unser Leben bestimmen wollen, letztlich aber von Spenden und Steuergeldern finanziert werden.

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