Brisante Studie: Organisierte Seenotrettung führt nicht zu weniger Toten

18. Dezember 2019
Brisante Studie: Organisierte Seenotrettung führt nicht zu weniger Toten
International
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Zürich. Das sind brisante Einsichten, die Gutmenschen und Asyl-Lobbyisten nicht gefallen werden. Eine Studie dreier Ökonomen aus Italien und den USA hat sich mit drei zentralen Fragen der Seenotrettung von Migranten im Mittelmeer beschäftigt: Wird durch private oder staatliche Hilfsschiffe die Überfahrt tatsächlich sicherer? Wie steht es um die vielbeschworene „Sogwirkung“? Und in welchem Ausmaß profitieren Schlepper?

Tatsächlich ist eine gut organisierte Seenotrettung aus Europa, so die Autoren der Studie, ein Segen für kriminelle Schlepper in Afrika. Denn die Kriminellen können anstatt hochseetauglicher, halbwegs sicherer Boote für die Überfahrt völlig überladene, billige Schlauchboote einsetzen. „Sie maximieren die Anzahl zahlender Passagiere, sparen an der Qualität der Boote“, so die Studie, über die jetzt die „Neue Zürcher Zeitung“ ausführlich berichtete. Sobald die Boote völlig überfüllt sind und wenn Kurs und Abfahrtszeit feststehen, informieren die Schlepper ein Rettungsschiff, damit es das Boot aufgreifen kann.

Außerdem kommen die Autoren zu dem Schluß, daß die organisierte Seenotrettung kaum einen Sicherheitsgewinn bringt: richtig ist vielmehr, daß mehr Abfahrten mit mehr Flüchtlingen in heillos überladenen Booten, die nicht seetauglich sind, zu mehr tödlichen Kenterungen führen. Die teils privaten Seenotretter fischen zwar mehr Menschen aus dem Wasser – gleichzeitig ertrinken an anderer Stelle aber mehr – ein Nullsummenspiel.

Die organisierte Seenotrettung setzt damit laut Studie erwiesenermaßen „falsche Anreize“. Schlimmer noch, ein Ausbau der Seenotrettung im Mittelmeer bringt langfristig mehr Tote mit sich, weil mehr Menschen die gefährliche Fahrt auf sich nehmen. (mü)

4 Comments

  1. Irrsinn schreibt:

    Gutmenschen sind in der Regel Logik-resistent, aber gerade die mit ihren Lockrufen haben die Ertrunkenen auf dem Gewissen.

    Aber alle Versicherungsmathematiker wissen: je mehr Autos auf den Straßen (Ballungsgebiete), je mehr km gefahren wird (km-Stand-Abfrage/Policen), je mehr Anfänger, desto mehr Unfälle…
    Auf das andere Problem übersetzt: je mehr Gummiboote, je öfters unterwegs, je mehr Nichtschwimmer, desto mehr Wasserleichen…

  2. Volker Franke schreibt:

    Seenotretter sind nicht aus Menschen zu retten ,sie sind Menschen die damit verdienen und sich in diesen beklopten Staat noch feiern lassen.So dumm und dämlich verhalten sich auch nur die Leute die westlich der Elbe,das Heim
    der Dummen,Ahnungslosen und Beklopten.

  3. Lehmann schreibt:

    Ohne Kommentar !

  4. Bernd Sydow schreibt:

    Es ist nicht nur ein Gebot der christlichen Seefahrt, sondern es gehört zum Ethos der Seefahrt überhaupt, Menschen, die in Seenot sind, zu retten. Aber bei dieser „Flüchtlings“schlepperei über das Mittelmeer wird dieses Ethos von Kriminellen in schamloser Weise für eigennützige Zwecke ausgenutzt.

    Nicht nur die nicht unberechtigte Hoffnung, im Notfall aus dem Mittelmeer gefischt zu werden, sondern auch die Gewißheit, nach geglückter Seenotrettung nach Europa gebracht zu werden, treibt immer mehr „Flüchtlinge“ aufs offene Meer hinaus. Diese Art der Seenotrettung ist faktisch ein Freifahrtschein nach Europa!

    Um diesen „Spuk“ endlich zu beenden, müßten sämtliche „Flüchtlinge“ – spätestens wenn sie bzw. ihre „Rettungs“schiffe auf europäischem Boden angelandet sind – umgehend wieder zurück nach Nordafrika transportiert werden. Das würde sich in ihren Herkunftsländern in Windeseile herumsprechen (schließlich leben wir im Internet- und Mobiltelefon-Zeitalter) und die „Flüchtlings“schlepperei mit NGO-Schiffen sinnlos werden lassen!

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