Deutscher Evangelisten-Prediger verstorben: Er wollte Afrika durch das „Blut Jesu Christi“ reinwaschen

14. Dezember 2019
Deutscher Evangelisten-Prediger verstorben: Er wollte Afrika durch das „Blut Jesu Christi“ reinwaschen
International
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Frankfurt. Ein in Afrika weithin, hierzulande aber eher weniger bekannter deutscher Landsmann ist jetzt im Alter von 79 Jahren verstorben. Es handelt sich um den Evangelisten-Prediger Reinhard Bonnke. Die internationale Missionsgemeinde „Christus für alle Nationen“ mit Sitz in Frankfurt gab in einem Nachruf auf ihrer Internetseite den Tod ihres Gründers bekannt.

Bonnke, der 1940 in Königsberg zur Welt kam, meist in den USA lebte und sich als Wunderheiler präsentierte, sei „friedlich gestorben, umgeben von seiner Familie“, gab seine Frau Anni auf Facebook bekannt. Bonnke besuchte den afrikanischen Kontinent erstmals in den 1960er Jahren und verfolgte laut der Website seiner Organisation jahrzehntelang eine Mission zur „Rettung Afrikas“. Nach seiner Vorstellung sollte der Kontinent durch das „Blut Jesu Christi reingewaschen“ werden. Er habe eine große Fangemeinde in Afrika gehabt und soll in den vergangenen Jahrzehnten 79 Millionen Menschen bekehrt haben, teilte seine Gemeinde mit.

Mit seinen Behauptungen, Tote wieder auferstehen lassen sowie Taube, Blinde und behinderte Menschen heilen zu können, machte sich der Prediger allerdings bei traditionellen christlichen Kirchen unbeliebt.

In Afrika selbst hat sich Bonnke dagegen durchaus Freunde gemacht. So schrieb der nigerianische Präsident Muhammadu Buhari auf Twitter: „Bonnkes Kreuzzüge in Nigeria, in Afrika und der Welt haben die Botschaft von Jesus Christus stark gemacht.“ (mü)

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