Keine Rede vom eigenen Atomwaffenarsenal: Israel droht Iran mit Präventivschlag

11. Dezember 2019
Keine Rede vom eigenen Atomwaffenarsenal: Israel droht Iran mit Präventivschlag
International
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Tel Aviv. Israel übt sich in Chuzpe: während die israelische Luftwaffe fast täglich Angriffe im benachbarten Syrien fliegt, forderte der israelische Verteidigungsminister Bennett jetzt, Israel müsse dem Iran gegenüber „von der Eindämmung zum Angriff übergehen“. Zuvor hatte Bennett, der als „Falke“ gilt, bereits mit einem Präventivschlag gedroht.

Der Minister warnte davor, man werde „einen Feuerring“ um Israel herum errichten und Vergeltungsmaßnahmen für den Fall ergreifen, daß Teheran die Warnungen ignorieren sollte. „Es ist kein Geheimnis, daß der Iran versucht, einen Feuerring um unser Land zu errichten“, behauptete Bennett.

Es sei deshalb für Israel höchste Zeit, von der Verteidigung zur Offensive überzugehen.

Die Regierung in Teheran weist die Anschuldigungen aus Tel Aviv regelmäßig zurück und verweist darauf, daß sich seine in die syrischen Streitkräfte „eingebetteten“ Militärberater legal im Land aufhalten, während die israelischen Streitkräfte mit ihren fortgesetzten Bombenangriffen in Syrien eklatant gegen das Völkerrecht verstießen.

Bennetts Äußerungen folgen nur wenige Tage nach der Drohung des israelischen Außenministers Yisrael Katz, daß Tel Aviv vor einem präventiven Militärschlag gegen den Iran nicht zurückschrecken werde, sollte die israelische Regierung zu der Einschätzung gelangen, daß Teheran Fortschritte bei der Entwicklung von Atomwaffen macht. Israel selbst freilich verfügt über ein nukleares Arsenal von schätzungsweise 80 bis 90 Sprengköpfen, nach einigen Beobachtern von bis zu 200. (mü)

Bildquelle: wikimedia/Zachi Evenor

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