Schikanen wie in der Ex-DDR: Chris Ares mußte Konzert nach Cottbus verlegen

10. Dezember 2019
Schikanen wie in der Ex-DDR: Chris Ares mußte Konzert nach Cottbus verlegen
Kultur & Gesellschaft
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Cottbus. Beobachter sehen sich längst an die frühere DDR erinnert. Auch dort wurden Regimegegner massiv behindert und zum Beispiel Auftritte mißliebiger Künstler mit staatlichen Mitteln sabotiert. Vergleichbares hat sich am Wochenende in Cottbus ereignet. Dort nahmen mehrere hundert junge Leute an einem Konzert des Rap-Sängers Chris Ares und seines aus Cottbus stammenden Rap-Kollegen Bloody32 teil. Aber im Vorfeld gab es massive Störversuche vonseiten der Behörden und politischer Gegner.

Konzertteilnehmer berichten von demonstrativen Personen- und Fahrzeugkontrollen, die von den Beamten mit der grenzüberschreitenden Kriminalität in der Lausitz begründet wurden. In Fahrzeugen aufgefundene Exemplare des Monatsmagazins „Compact“ sollen Ausweiskontrollen nach sich gezogen haben. „Das Magazin geht ja schon in eine Richtung, wo man Feststellungen machen muß“, ließ sich ein Polizist vernehmen.

Das Konzert sollte ursprünglich in der Nähe von Chemnitz stattfinden, mußte dann aber kurzfristig in die Lausitz verlegt werden. Chris Ares erklärte dazu: „Die Regierung von Sachsen hat beschlossen, daß wir ein Landesverbot bekommen. Wir haben also von Freitag bis Montag ein Verbot bekommen, in ganz Sachsen aufzutreten.“

Mit dem alternativen Veranstaltungsort zeigte sich Ares dann aber zufrieden: „Wir waren komplett voll, obwohl noch einige Leute gefehlt haben, die mit dem Öffentlichen angereist sind.“ Die Stimmung unter den Konzertteilnehmern gebe im übrigen Grund zur Hoffnung: „Also wenn ich das so sehe, dann habe ich das Gefühl, daß doch noch einiges an Potential da ist. Mit so einer Jugend ist nichts verloren.“ (se)

Bild: Chris Ares/Facebook

3 Comments

  1. Lack schreibt:

    Die einen hofiert man, die anderen schikaniert man.
    Für den angeblich freiheitlichsten deutschen Staat ein Armutszeugnis!
    Man fordert parteiisches Verhalten!
    Schwachsinn wird unterstützt und klares Denken abgelehnt.
    Wie wir das kennen!

  2. Marques del Puerto schreibt:

    (Das Magazin geht ja schon in eine Richtung, wo man Feststellungen machen muß“, ließ sich ein Polizist vernehmen.)
    Leider geil oder so lach, man kann also Jürgen Elsässer gratulieren, Compact ist angekommen wo in übrigen auch Zuerst mit hingehört,in die Spalte der echten und aufrichten Journalisten. Ihr seit hier noch die letzten Ritter die Speerspitze des guten deutschen Journalismus und verteidigt diesen jeden Tag. Vielen Dank für euren Mut und Aufrichtigkeit, macht weiter so und lasst euch nicht unterkriegen. Wir werden jeden Tag mehr und der Widerstand wächst auch Dank Euch Manuel und Jürgen !
    Mit besten Grüssen
    der Marques

  3. Mika schreibt:

    Spart Euch endlich den absurden DDR Vergleich. Die DDR würde ich heute mit Handkuss zurücknehmen und jeder der von einer bösen DDR Diktatur faselt, hat keine Ahnung wovon er spricht.

    Die DDR war zwar „unfrei“ aber besaß Eigenschaften, wie nationale Würde, kulturelle Homogenität, Sicherheit auf den Straßen, ein traditionelles Familienbild, Gemeinschaftssinn usw.

    Man hatte FREIHEIT VOR Dingen, wie Feminismus, völkerrechtswidrigen Angriffskriegen, illegaler Masseneinwanderung, antideutscher Rhetorik, Obdachlosigkeit, US/Isreal Hörigkeit, perversen Genderideologien, Klimawandelmärchen, totalem Materialismus usw. – und alles während im Westen schon Kindersex in den Kinos lief (Schulmädchenreport. etc.).

    Auch kann ich mich nicht an Perverse und Entartete erinnern, welche in Lack und Leder und vor den Augen unserer Kinder durch die Straßen gepeitscht wurden und uns dies als „Freiheit“ verkauft wurde. Um es auf den Punkt zu bringen: Mitteldeutsche sind mit dem Fall der Mauer vom Regen in die Traufe gelangt (wobei der Regen nur ein leichter Nieselregen war).

    Die Mauer um die DDR war – verglichen mit der Westzone – ein Glücksfall und Menschen, die noch etwas Kultur und Volksbewusstsein in ihren Adern haben, stimmen zu.

    Fazit: sogenannte „Freiheit“ hat immer einen Herren und nicht Sozialismus ist das Problem, sondern Liberalismus – dieser allein hat uns in die Lage gebracht in der wir sind.

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