Nach linken Störaktionen an der Wiener Uni: FPÖ-Chef Hofer fordert Konsequenzen

8. Dezember 2019
Nach linken Störaktionen an der Wiener Uni: FPÖ-Chef Hofer fordert Konsequenzen
Kultur & Gesellschaft
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Wien. Nachdem hierzulande mehrere Vorlesungen des AfD-Mitbegründers Prof. Lucke in Hamburg massiv von linken Randalierern gestört worden waren, gab es dem Vernehmen nach keinerlei Rufe nach Konsequenzen. Im benachbarten Österreich, wo sich Ähnliches ereignete, ist das anders. An der Universität Wien wurden in jüngster Zeit ebenfalls Vorlesungen – und zwar des Historikers und FPÖ-Politikers Lothar Höbelt – von linken Studenten gestört. Doch in Österreich ruft nun FPÖ-Chef Hofer Konsequenzen – er forderte, „die linken Krawallmacher“ seien „von der Uni zu verweisen“. Ähnlich hatte sich zuvor FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker geäußert, der sich nach dem „Skandal der Sonderklasse“ ebenfalls für Sanktionen gegen die „Radaubrüder“ aussprach.

Hofer erklärte in einer Pressemitteilung wörtlich: „Universitäten sind Orte der freien Rede. Dieses Grundrecht wurde von radikalen Linken nun schon zum zweiten Mal torpediert. Aus meiner Sicht muß die Universitätsleitung handeln und die Randalierer der Universität verweisen.“ Die FPÖ nehme die Attacken mit dem Segen der Österreichischen Hochschülerschaft auch zum Anlaß, einen Demokratiegipfel für die Universitäten sowie ein Bekenntnis der Rektoren zur Freiheit von Wissenschaft und Lehre zu fordern.

Hofer kündigte zudem parlamentarische Initiativen an: „Um die Sicherheit der Professoren und Lehrveranstaltungsteilnehmer zu gewährleisten, wird die FPÖ parlamentarische Anfragen an die Bildungsministerin und den Innenminister einbringen. Da auch die gewaltbereite Antifa bei diesen Attacken mit dabei ist, muß auch darüber diskutiert werden, ob ein Polizeischutz künftig erforderlich ist oder nicht.“

Deutliche Worte fand auch FPÖ-Generalsekretär Hafenecker, der die Uni-Störer als „Linksextremisten“, „Radaubrüder“ und „Chaotengruppe“ bezeichnete. „Es ist nicht hinzunehmen, einen untadeligen Vortragenden wie Professor Höbelt als Nationalsozialisten zu diffamieren“, so der FPÖ-Generalsekretär. Daß sich bisher weder die ÖVP noch die Grünen zu diesem „unwürdigen Schauspiel“ geäußert hätten, lasse für eine etwaige türkis-grüne Regierungsbeteiligung „Schlimmes befürchten“.

Hafenecker vermutet, daß „bei einer drohenden grünen Regierungsbeteiligung durchaus damit zu rechnen ist, daß derartige Attacken in Hörsälen auf Professoren, die nicht die Diktionen der Linksautonomen teilen, in Zukunft noch öfter stattfinden“.

Linke Protestler erneuerten unterdessen mit Plakaten und „Nazis raus“-Sprechchören ihren Unmut darüber, daß Höbelt weiter an der Wiener Uni unterrichten darf. Wie bei einer ähnlichen Protestaktion vor zwei Wochen forderten die Krawallmacher die sofortige Entlassung Höbelts. Sie stoßen sich daran, daß Höbelt kürzlich bei der FPÖ-nahen Herbstakademie zum Thema „Volk“ gemeinsam mit Vertretern des rechten Meinungsspektrums wie etwa Götz Kubitschek aufgetreten ist. (mü)

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