Deutschland blutet aus: Jedes Jahr ziehen 180.000 Deutsche ins Ausland

8. Dezember 2019
Deutschland blutet aus: Jedes Jahr ziehen 180.000 Deutsche ins Ausland
National
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Wiesbaden. Eine Zahl, die viel über Deutschland aussagt: jedes Jahr wandern – laut dem Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung – etwa 180.000 Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit aus Deutschland ab. In umgekehrte Richtung wandern jährlich 130.000. Und: die Abwanderer sind häufig jung, hochqualifiziert und verlassen Deutschland für einen im Ausland besser bezahlten Job.

Beliebtestes Ziel der Auswanderer war die Schweiz – jeden fünften von ihnen zog es in die Eidgenossenschaft. Danach folgen Österreich, die USA und Großbritannien. Fast 60 Prozent der Studienteilnehmer verlassen Deutschland der Studie zufolge aus beruflichen Gründen.

Ein wichtiges Motiv für viele Auswanderer war auch die Verwirklichung eines bestimmten Lebensstils. Jeder dritte Auswanderer zog wegen eines Familienmitglieds oder Partners ins Ausland. Nur eine Minderheit der Befragten gab als Motiv ausdrücklich an, von Deutschland enttäuscht zu sein.

An der Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung in Zusammenarbeit mit Soziologen der Universität Duisburg-Essen nahmen über 10.000 deutsche Aus- und Rückwanderer aus 169 Ländern teil. Die Autoren der Studie untersuchten, wer sich in Deutschland abmeldete und welche Motive und individuellen Konsequenzen damit verbunden sind. (se)

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3 Comments

  1. vafti schreibt:

    Weil sich die flüchtenden Deutschen ihres Vaterlandes ( d.h. ihres
    Heimatvolkes ) nicht bewußt sind !

  2. heinze schreibt:

    und ich dachte alle sind schon verblödet… gibt also doch einige mit dem willen zum selbsterhalt…gut so.
    wir kommen nach.

  3. Mark schreibt:

    Das sehe ich anders, wenngleich ich jetzt nur einmal persönliche Eindrücke zum besten geben kann; jedenfalls kenne ich einige, die vor langer Zeit aus Deutschland auswanderten, um ihr Glück und Können im Ausland zu erproben. Natürlich waren sie damals in der Überzeugung, daß sie in ihrer „Wahlheimat“ bessere Möglichkeiten vorfinden würden. Die sind inzwischen längst wieder hier, oftmals enttäuscht und desillusioniert, weit entfernt von der ursprünglichen Hoffnung und Aufbruchstimmung, von der sie sich einmal getrieben fühlten.

    Sie sind in ihrer „Wahlheimat“ zwar reicher geworden, aber – eben meistens nur an Erfahrung.

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