Die Anti Defamation League stellt klar: „Antisemitismus“ ist in Deutschland kein Problem

25. November 2019
Die Anti Defamation League stellt klar: „Antisemitismus“ ist in Deutschland kein Problem
International
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New York City. Die pro-israelische Lobby-Organisation „Anti Defamation League“ (ADF) hat eine Studie zur Judenfeindlichkeit veröffentlicht – und in ihren Untersuchungen zum Thema „Antisemitismus“ spielt Deutschland keine Rolle.

Jetzt hat die ADF erneut mit einer Umfrage dem weltweiten „Antisemitismus“ hinterhergeforscht und dabei untersucht, wieviel Anklang in verschiedenen Ländern klassische antisemitische Stereotypen finden. Und da belegt Deutschland keinen signifikanten Platz. Vielmehr zählt Deutschland zusammen mit anderen westeuropäischen Ländern wie Österreich, Großbritannien, Italien, Spanien und den Niederlanden zu jenen Ländern, in denen der „Antisemitismus“ im Schwinden begriffen ist. In Deutschland etwa sind nach ADF-Einschätzung derzeit noch 15 Prozent der Bürger „Antisemitismus“-anfällig – gegenüber 16 Prozent im Vorjahr.

Den Spitzenplatz in Sachen „antisemitischer“ Stereotypen belegt der Umfrage zufolge Polen, mit 48 Prozent – gegenüber 37 Prozent im Jahr 2005. Der zweite Platz geht an die Ukraine mit 46 Prozent „Antisemiten“ (2016: 32 Prozent). Stattliche 72 Prozent sind dort zudem der Ansicht, daß die Juden zu viel Macht hätten und die Wirtschaft beeinflußten. In Ungarn glaubten das 71 Prozent, weshalb der dritte Platz an Ungarn geht.

Aus der ADF-Erhebung geht auch hervor, daß im Durchschnitt jeder vierte Europäer „antisemitische“ Ansichten hat. (mü)

Bildquelle: wikimedia/Zachi Evenor

2 Comments

  1. vafti schreibt:

    Ich bin der Meinung,die ADF hat sich das ausgedacht.

  2. Realist schreibt:

    Etwas genauer wäre sinnvoll: dass bei steigenden Anteilen von Moslems in der ‚deutschen‘ Gesellschaft der Antisemitismus noch nicht signifikant sein soll kann nur an den höchst freundlichen Restdeutschen liegen. Daher wäre es sinnvoll anzugeben, wie sich die offenbar wenigen Antisemiten zusammen setzen. Nicht nur der ethnische Hintergrund, auch die Herkunftsreligion sollte angeben werden. Dann wird eine Nachricht draus.

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