Leipziger Linksjugend im Wahn: „Kein Frieden mit Rußland!“

22. November 2019
Leipziger Linksjugend im Wahn: „Kein Frieden mit Rußland!“
Kultur & Gesellschaft
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Leipzig. Die politische Gesäßgeographie früherer Zeiten ist endgültig reif für den Müllhaufen der Geschichte. Nicht einmal mehr auf Großkonstanten wie die Rußland-Freundschaft der Linken ist noch Verlaß. Im Gegenteil – die Leipziger Linksjugend forderte jetzt auf ihrer Facebook-Seite allen Ernstes: „Kein Frieden mit Rußland!“ Denn, schwadronierten die Leipziger Jung-Linken: Rußland sei eine Autokratie, in der die Geheimdienste alles kontrollierten und Homosexuelle diskriminiert würden.

Es gebe gute Gründe, „Keinen Frieden mit Rußland“ zu fordern. Seit der „Machtübernahme“ Putins 1999 stehe „alles unter der Regie der Geheimdienste, so auch die Medien“. Die Lage der Homosexuellen in Rußland sei „erschreckend schlecht“, die Regierung befeuere die Feindschaft der Gesellschaft gegenüber Homosexuellen. Das „einfache Ausleben der Sexualität und der öffentlichen Darstellung auch in Medien oder durch Künstler*innen“ werde als Propaganda dargestellt. Homosexualität werde tabuisiert, 34 Prozent der Russen hielten sie für eine Geisteskrankheit.

Am Schluß des Beitrags, der mit einem durchgestrichenen Putin illustriert war, hieß es allen Ernstes: „Kein Frieden mit Unterdrückern! Kein Frieden mit Autokraten! Kein Frieden mit Rußland!“

Inzwischen wurde der satireverdächtige Post wieder gelöscht. Er erntete nämlich einen wahren „Shitstorm“. Von einer Distanzierung der Leipziger Linksjugend wurde allerdings nichts bekannt. Woraus man schließen muß, daß sie den Kriegszustand mit Rußland nach wie vor für bare Münze nimmt. (rk)

Foto: flickr/Fabian Bromann, CC BY 2.0

Ein Kommentar

  1. Denken ist nicht verboten... schreibt:

    Die psychische Lage der Linken Jugend in Deutschland sei „erschreckend schlecht“, denn „Kein Frieden“ = Krieg.

    Meinen die allen Erstes, dass Krieg besser ist?
    In solchem Fall kann man eher von Geisteskrankheit ausgehen.

    Vielleicht sollten sie ihre Ur/Großeltern zuerst fragen, wie ihre Kriegskindheit war. Ob sich ihre (womöglich vergewaltigte) Oma auch große Gedanken um Homosexuelle gemacht hat oder eher darum wie sie überlebt?

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