Im Eilverfahren: Bundestag beschließt Masern-Impfpflicht

16. November 2019
Im Eilverfahren: Bundestag beschließt Masern-Impfpflicht
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Eine umstrittene Weichenstellung: der Bundestag hat jetzt mehrheitlich für die Masern-Impfpflicht gestimmt. Wer sein Kind auch künftig nicht impfen lassen will, muß ab März mit Konsequenzen rechnen. Der Weg zur Kita ist dann versperrt, bei Schülern droht ein Bußgeld.

Vor der Aufnahme in Kindertagesstätten, Schulen, anderen Gemeinschaftseinrichtungen und bei der Tagespflege müssen alle Kinder ab einem Jahr künftig nachweisen, daß sie geimpft sind. Das gilt auch für alle, die dort arbeiten, sowie für das Personal in medizinischen Einrichtungen. Auch in Asylantenunterkünften wird die Impfpflicht für alle eingeführt.

Wer sich künftig als Mitarbeiter einer Gemeinschafts- oder Gesundheitseinrichtung verweigert, darf dort keine Tätigkeiten aufnehmen. Eltern, die ihre Schulkinder nicht impfen lassen, müssen mit Bußgeldern von bis zu 2500 Euro rechnen. Das Bußgeld kann auch gegen Kindertagesstätten verhängt werden, die nicht geimpfte Kinder zulassen. Gleiches gilt für Personal in Gemeinschaftseinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen und Asylbewerberunterkünften.

Gegner der Masern-Impfpflicht machen geltend, daß die Impfung keineswegs ungefährlich sei und zahlreiche lebenslange Beschwerden nach sich ziehen könne. Auch wird argumentiert, daß die jetzt beschlossene Masern-Impfpflicht nur der Einstieg in eine generelle Impfpflicht sei. (se)

Ein Kommentar

  1. Eidgenosse schreibt:

    Bin mal gespannt was das BVG dazu sagt – aber das ist in Karlsruhe ja kein BVG mehr sondern ein Jasager Verein.
    Früher hatten fast alle Masern – ich auch – und das war i.d.R. kein nachhaltiges Problem. Insofern steht der Verdacht, dass alle möglichen Impfungen alsbald in D Pflicht werden. Unsere Schweizer Konzerne Novartis und Roche werden sich freuen.

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