Parlamentswahl in Spanien: Rechtspopulistische VOX verdoppelt sich

13. November 2019
Parlamentswahl in Spanien: Rechtspopulistische VOX verdoppelt sich
International
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Madrid. In Spanien konnte bei der Parlamentswahl am Sonntag die rechtspopulistische „Vox“-Partei ihre Mandatszahl mehr als verdoppeln. Mit 52 Sitzen ist die Partei von Santiago Abascal nun drittstärkste Partei im Abgeordnetenhaus. Auch der konservative Partido Popular konnte Stimmen gewinnen und verbesserte sich von 66 auf 88 Mandate.

Stärkste Kraft ist allerdings wie bei den letzten Wahlen vom April die PSOE von Premierminister Pedro Sanchez. Sie verlor jedoch drei Sitze. Auch der mögliche Kooperationspartner Unidas Podemos muß Federn lassen und verliert nach dem Absturz im April erneut. Statt mit 42 ist die radikale Linke jetzt noch mit 35 Mandaten im Parlament vertreten. 2016 kam die Partei noch auf 71 Sitze.

Ihr stärkstes Ergebnis aller Zeiten fuhren im übrigen die katalanischen Separatisten ein. Die Esquerra Republicana des zu 13 Jahren Haft verurteilten früheren stellvertretenden Premierministers der Region, Oriol Junqueras, verlor zwei Sitze und kommt nun auf 13 Mandate. Gleichzeitig konnte sich die Partei des im Exil lebenden früheren Ministerpräsidenten Puigdemont von sieben auf acht Mandate verstärken. Erstmals schaffte zudem die mit beiden Parteien im Parlament von Barcelona verbündete CUP mit zwei Abgeordneten den Einzug. (mü)

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