Orbán solidarisiert sich erneut mit Erdogan: Ungarn bietet Hilfe beim Aufbau in der „Sicherheitszone“ an

12. November 2019
Orbán solidarisiert sich erneut mit Erdogan: Ungarn bietet Hilfe beim Aufbau in der „Sicherheitszone“ an
International
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Budapest. Auch damit dürfte sich der ungarische Ministerpräsident Orbán keine Freunde in Brüssel gemacht haben: er solidarisierte sich jetzt erneut mit einer demonstrativen Geste mit dem türkischen Einmarsch im Norden Syriens und hat angeboten, Ungarn werde sich am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur in der von der Türkei beanspruchten „Sicherheitszone“ beteiligen. Dies erklärte Orbán am Donnerstag nach einem Treffen mit Erdoğan in Budapest.

„Die Türkei kann im Rahmen unserer Möglichkeiten mit unserer Unterstützung rechnen“, sagte Orbán. Der Gast aus Ankara habe  ihm die Pläne für den Wiederaufbau in der „Sicherheitszone“ gezeigt, die die türkischen Truppen derzeit der kurischen YPG abnehmen und in der Erdogan einen Teil der rund 3,5 Millionen Syrien-Flüchtlinge in der Türkei ansiedeln will. „Da sollen neue Städte, neue Dörfer, Schulen, Krankenhäuser, Kirchen aufgebaut werden“, so Orbán.

Erdogan betrachtet die geplante Rückführung von Syrien-Flüchtlingen in der Türkei als „Heimkehr“. Orbán folgt bei diesem Thema Erdoğans Argumentation, argumentiert aber auch mit berechtigten europäischen Interessen: „Es ist im Interesse Ungarns und Europas, daß die syrischen Flüchtlinge nach Hause gehen und nicht zu uns kommen.“ (mü)

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