Angebot an Obrador: Trump will US-Militär gegen mexikanische Drogenkartelle einsetzen

8. November 2019
Angebot an Obrador: Trump will US-Militär gegen mexikanische Drogenkartelle einsetzen
International
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Washington/Mexiko-City. Bundesdeutsche Medienkonsumenten werden zwar ununterbrochen mit Neuigkeiten über das angeblich bevorstehende (aber wenig aussichtsreiche) Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Trump bombardiert. Ungleich gewichtigere Informationen über den US-Präsidenten werden hingegen gerne unter den Teppich gekehrt.

So erfuhren deutsche Zeitungsleser bislang nichts darüber, daß Trump jetzt offiziell anbot, das US-Militär im benachbarten Mexiko zur Bekämpfung der Drogenkartelle einzusetzen. Das unabhängige britische Nachrichtenportal „The Independent“ berichtete darüber.

In einer Twitter-Botschaft schrieb Trump demnach, die Vereinigten Staaten seien „bereit, willens und fähig“, sich der Sache anzunehmen und „den Job rasch und effizient“ zu erledigen, wenn er von seinem mexikanischen Amtskollegen Obrador um Beistand ersucht werden sollte.

Obrador lehnte das Anerbieten aus dem Weißen Haus zwar inzwischen im Rahmen einer Pressekonferenz ab, erklärte aber, er werde mit Trump über die Sicherheitszusammenarbeit zwischen beiden Ländern sprechen.

Aktueller Aufhänger für Trumps Initiative ist der Tod einer amerikanischen Familie bei einer Schießerei zwischen verfeindeten Drogenbanden im mexikanischen Bundesstaat Sonora. Trump twitterte dazu, die USA stünden bereit, falls Mexiko Hilfe benötige, „um solche Monster auszumerzen“. Der neue mexikanische Präsident leiste zwar gute Arbeit, aber die Drogenkartelle seien „so groß und mächtig geworden, daß man manchmal eine Armee braucht, um eine Armee zu schlagen“. Es sei für Mexiko an der Zeit, „mithilfe der USA den Drogenkartellen den Krieg zu erklären und sie vom Angesicht der Erde zu tilgen“. (mü)

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