Mehr Schulschwänzer, weniger Leistung: CDU-Generalsekretär will Schulschwänzen bestrafen

4. November 2019
Mehr Schulschwänzer, weniger Leistung: CDU-Generalsekretär will Schulschwänzen bestrafen
Kultur & Gesellschaft
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Berlin. Bei der CDU wird mit Sorge die steigende Zahl von Schulschwänzern und Schulabbrechern beobachtet. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak will deshalb Eltern schulpflichtiger Kinder stärker in die Pflicht nehmen. Ihnen sollen künftig finanzielle Einbußen drohen.

So will Ziemiak Eltern von Grundschülern, die dem Unterricht unentschuldigt fernbleiben, die Sozialleistungen kürzen. „Wenn Kinder in der Schule fehlen, muß der Staat sofort eingreifen“, sagte Ziemiak dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Beim Schulschwänzen müsse es „null Toleranz“ geben, so der Generalsekretär.

Tatsächlich fehlen nach Angaben mehrerer Bundesländer immer mehr Schüler unentschuldigt. So stieg die Zahl der Schulschwänzer in Hamburg innerhalb eines Jahres um 22,5 Prozent. In Thüringen verdoppelte sich die Zahl innerhalb von sieben Jahren. Gerade an Schulen in sozialen Brennpunkten mit zum Teil hohem Migrantenanteil fehlten Schüler unentschuldigt, erklärte Lehrerverbandspräsident Heinz-Peter Meidinger. Auch er unterstützt deshalb Ziemiaks Vorstoß und plädiert für ein „mehrstufiges Verfahren“. Danach soll es mehr Gespräche von Schulen und Jugendämtern mit betroffenen Eltern und Schülern geben. „Andererseits muß der dauerhafte Verstoß gegen die Schulpflicht ohne Nachsicht vom Staat, etwa durch Kommunen, geahndet werden“, sagte Meidinger.

CDU-Generalsekretär Ziemiak verlangt außerdem mehr Respekt vor Lehrern. Er plädiert aus diesem Grund für die bundesweite Einführung von Kopfnoten für Schüler. Die Lehrer sollen künftig in den Zeugnissen auch „Ordnung, Fleiß und Respekt der Schüler“ bewerten. (se)

Bildquelle: Pixabay

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