Wie im Kalten Krieg: NATO übt Atombombeneinsätze – die Bundeswehr ist dabei

21. Oktober 2019
Wie im Kalten Krieg: NATO übt Atombombeneinsätze – die Bundeswehr ist dabei
International
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Brüssel. Offenbar ist der Kalte Krieg wieder zurück – und könnte demnächst „heiß“ werden: die NATO probt jetzt im Rahmen einer geheimen Übung mit dem Codenamen „Steadfast Noon“ in Deutschland und den Niederlanden, wie man unterirdisch gelagerte US-Atomwaffen sicher transportieren kann, um sie anschließend auf Kampfjets zu montieren.

Die Bundeswehr beteiligt sich mit „Tornados“ des taktischen Luftwaffengeschwaders 33 an der Übung. Die Kampfjets sind auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel stationiert, wo taktische US-Atomwaffen vom Typ B61 lagern.

Die B61 könnten im Rahmen der „nuklearen Teilhabe“ in der NATO im Ernstfall auch von deutschen Kampfflugzeugen abgeworfen werden und dann zum Beispiel gegnerische Streitkräfte ausschalten (aber nur, wenn die maroden Bundeswehrmaschinen einsatzbereit sind und auch wirklich abheben; d. Red.). Weitere US-Atomwaffen lagern in Italien, Belgien, der Türkei und den Niederlanden.

Nach Angaben von Militärexperten wird bei den regelmäßig stattfindenden „Steadfast Noon“-Manövern unter anderem geübt, wie die US-Atomwaffen sicher aus unterirdischen Magazinen zu den Flugzeugen transportiert und unter die Kampfjets montiert werden können. Bei Übungsflügen wird dann ohne Bomben geflogen. Nach im Internet veröffentlichten Fotos nehmen neben deutschen Jets in diesem Jahr unter anderem Kampfflugzeuge aus Italien an den Manövern teil. Sie starteten vom Militärflugplatz Volkel in den Niederlanden, wo wie in Büchel US-Atomwaffen lagern sollen. Genauere Informationen zum Szenario der Übung liegen nicht vor. (mü)

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