Liberalen-Ikone unter Beschuß: Justin Trudeau malte sich 2001 das Gesicht schwarz an

23. September 2019
Liberalen-Ikone unter Beschuß: Justin Trudeau malte sich 2001 das Gesicht schwarz an
International
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Ottawa. Im Zeitalter der political correctness kann selbst eine harmlose Maskerade unversehens zum Politikum werden. Das Opfer ist jetzt ausgerechnet der linksliberale kanadische „shooting star“ Justin Trudeau (47), der seit 2015 Premierminister seines Landes ist – und bekennender Feminist, „Flüchtlings“-Unterstützer und Klimaschützer.

Sein „Vergehen“: ein jüngst in der „Time“ veröffentlichtes Foto aus dem Jahr 2001 zeigt den damals 29jährigen Trudeau auf einem Kostümfest mit braun oder schwarz angemaltem Gesicht. Im angloamerikanischen Raum wird die Praxis, sich als Weißer das Gesicht schwarz anzumalen, um einen Schwarzen darzustellen, „Blackfacing“ genannt. Unter Gutmenschen und Linken gilt das heute als schwer „rassistisch“.

Trudeau knickte den Anwürfen gegenüber sofort ein. Er trat vor die Presse und bat um Entschuldigung für die Maskerade. „Ich hätte das nicht tun sollen. Ich hätte es besser wissen müssen – habe ich aber nicht. Und es tut mir wirklich leid.“ Sein ganzes Leben sei er gegen Intoleranz und Diskriminierung eingetreten. Er habe damals auch nicht realisiert, daß diese Verkleidung „rassistisch“ sei, was er heute aber anders sehe. „Ich habe zahlreiche Kollegen und Freunde bereits angerufen, um zu sagen, daß es mir leid tut“, so Trudeau.

Der einst als Saubermann mit viel Vorschußlorbeeren bedachte Linksliberale Trudeau kommt derzeit offenbar gar nicht mehr aus Entschuldigen heraus. Erst im August hatte ihn eine Korruptionsaffäre in Bedrängnis gebracht. Nachdem die parlamentarische Ethikkommission Trudeaus Einflußnahme auf die Justiz gerügt hatte, trat der Premier auch in diesem Fall vor die Medien und entschuldigte sich. (mü)

Bildquelle: Wikipedia/gemeinfrei

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