Spiel mit dem Feuer: Trump und Netanjahu bringen Beistandpakt ins Gespräch

16. September 2019
Spiel mit dem Feuer: Trump und Netanjahu bringen Beistandpakt ins Gespräch
International
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Washington/Tel Aviv. Brisante Gedankenspiele: kurz vor den Wahlen in Israel dachten der israelische Regierungschef Netanjahu und US-Präsident Trump am Telefon laut über „die Möglichkeit eines militärischen Beistandsvertrages“ nach. Man habe dies telefonisch erörtert, twitterte Trump.

„Ich gehe davon aus, diese Diskussion nach der Wahl in Israel fortzusetzen, wenn wir uns wiedersehen“, fügte der US-Präsident hinzu.

Israel und die USA sind traditionell aufs engste miteinander verflochten, militärisch ebenso wie politisch. Seit seiner Präsidentenwahl 2016 hat sich Trump immer wieder demonstrativ an die Seite Israels gestellt. Es gibt bereits einen engen Informationsaustausch, gemeinsame Manöver und die gleichen Waffensysteme. Ein Beistandspakt wie von Trump angesprochen würde die Situation aber nochmals drastisch verändern – denn dann wären die USA automatisch zu einem militärischen Engagement an der Seite Israels gezwungen, wenn Israel angegriffen würde (oder es so aussehen ließe).

Selbst israelische Medien räumten aber ein, daß ein solcher Vertrag ungeachtet der Äußerungen Trumps selbst bei einer Wiederwahl Netanjahus nicht in absehbarer Zeit zustande kommen würde. (mü)

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