Zwar kein fronttaugliches Gerät, aber: Bundeswehr soll modischere Dienstanzüge bekommen

11. September 2019
Zwar kein fronttaugliches Gerät, aber: Bundeswehr soll modischere Dienstanzüge bekommen
National
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Berlin. Die Bundeswehr verfügt zwar kaum noch über einsatztaugliches Material – dafür soll sie jetzt wenigstens hübsch aussehen: ihre Soldaten sollen, wenn es nach dem CDU-Verteidigungsexperten Henning Otte geht,  neue, modischere Ausgehuniformen bekommen. Eine Kommission aus Designern und Historikern soll die Aufgabe übernehmen, so der Vorschlag.

„Die Bundeswehr braucht einen modernen Dienstanzug, den die Soldaten gerne in der Öffentlichkeit tragen“, sagte Otte jetzt der „Bild“-Zeitung. Die neuen Anzüge sollten „schick und schneidig“ sein. Angefangen werden solle beim Heer, sagte er, denn die Anzüge dieser Teilstreitkraft seien bei der Truppe besonders unbeliebt.

Otte sagte weiter: „Die Soldaten leisten einen hervorragenden Dienst für Deutschland, auf den wir stolz sind. Dafür brauchen sie die beste Ausrüstung und gute Rahmenbedingungen, aber auch gesellschaftliche Anerkennung und Selbstbewußtsein.“ Und weiter: „Das muß sich auch in der Uniform widerspiegeln.“

Der Dienstanzug wird außerhalb militärischer Anlagen als Ausgehuniform getragen, und innerhalb militärischer Anlagen zu offiziellen Anlässen wie Appellen, Gelöbnissen oder Trauerfeiern.

Allerdings kann es mit der modischen Aufrüstung noch eine Weile dauern – erst vor kurzem war bekannt geworden, daß sich die geplante Ausstattung der Bundeswehr mit neuen Kampfstiefeln wegen Lieferschwierigkeiten der Industrie bis 2022 verschiebt. Mit den schicken Dienstanzügen dürfte es kaum schneller gehen. (se)

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5 Comments

  1. Sack schreibt:

    Wat mut, dat mut.Sie soll doch nicht mehr kämpfen, jedenfalls nicht für uns!

  2. Olsen schreibt:

    Regenbogenfarben oder pink wird in dieser “Saison” gern genommen.

  3. heinz schreibt:

    wer keine eier in der hose hat kann auch rock oder kaftan tragen.

  4. Irrsinn schreibt:

    Ich schlage “Zwiebel-Look” vor…
    Schließlich “verteidigen” sie Deutschland sowohl in Mali wie auch in Afghanistan und da liegen die klimatischen Bedingungen weit auseinander.
    Und drunnter mehr Farbe bitte – Afrika ist bunt und ihre Hautfarbe zu blass. Oben für Afghanistan am besten sand/stein/schmutzfarben wie einheimische “Freiheitskämpfer” oder gleich BW-Burka darüber.

  5. Bernd Sydow schreibt:

    Was ich auf obigem Bild erkenne, sind Tarn-Uniformen für den Kampfeinsatz in wüstenähnlichen Gebieten. Jedenfalls sehen die noch in Gebrauch befindlichen, “unmodernen” Ausgehuniformen so nicht aus!

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