„Mission Lifeline“ will prozessieren: Illegalen-Schlepper wollen Geldstrafe für Schleuserkapitän anfechten

10. September 2019
„Mission Lifeline“ will prozessieren: Illegalen-Schlepper wollen Geldstrafe für Schleuserkapitän anfechten
Kultur & Gesellschaft
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Dresden. Die sogenannte Seenotrettungsorganisation „Mission Lifeline“ hat Widerspruch gegen eine Geldstrafe für „Eleonore“-Kapitän Claus-Peter Reisch eingelegt. Reisch war mit dem Schiff der Organisation am 2. September trotz eines ausdrücklichen Verbots der italienischen Behörden mit über 100 Illegalen an Bord in den Hafen von Pozallo in Sizilien eingefahren.

Das Schiff wurde daraufhin von der italienischen Regierung beschlagnahmt und Kapitän Reisch mit einer Geldstrafe von 300.000 Euro belegt. „Wir sehen eine 50-50-Chance, daß man da noch drum rumkommt“, sagte der Vorsitzende von Mission Lifeline, Axel Steier, der Nachrichtenagentur dpa. An eine Rückgabe des Schiffes glaubt Steier dagegen nicht mehr. „Wir rechnen mit dem Verlust des Schiffes“, sagte er. Dessen Wert liege bei etwa 300.000 Euro.

Fünf EU-Mitgliedstaaten hatten sich bereit erklärt, die 104 Illegalen von der „Eleonore“, die Reisch vor der libyschen Küste an Bord genommen hatte, aufzunehmen. Neben Frankreich, Irland, Portugal und Luxemburg zählte auch Deutschland wieder zu den Aufnahmeländern. (rk)

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