Nur zwei Tage nach Steinmeiers Katzbuckelei: Polen besteht auf deutschen Reparationen

5. September 2019
Nur zwei Tage nach Steinmeiers Katzbuckelei: Polen besteht auf deutschen Reparationen
International
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Warschau/Berlin. Wer sich zum Wurm macht, muß sich nicht wundern, wenn er getreten wird – dieses Sprichwort wird Bundespräsident Steinmeier dieser Tage vielleicht in den Ohren klingen. Denn gerade einmal zwei Tage nach seinem tiefen Kniefall zum 80. Jahrestag des Kriegsausbruchs 1939 tritt Polen schon wieder nach und pocht auf Reparationen.

Der polnische Reparations-Beauftragte Mularczyk bekräftigte jetzt die Entschädigungsforderungen Warschaus. Deutschland habe bis heute keine Wiedergutmachung an Polen für die Zerstörungen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs geleistet, sagte Mularczyk am Dienstag dem Sender TVP Info.

Es reiche nicht aus, um Verzeihung zu bitten und sich zur Schuld zu bekennen. „Für die Schäden muß man Polen bezahlen. Und daran werden wir auch konsequent erinnern“, sagte der Beauftragte.

Bei den Gedenkfeiern am 1. September zum 80. Jahrestag des deutschen Angriffs auf Polen hatte Bundespräsident Steinmeier in Wielun und Warschau die Polen um Vergebung gebeten und dabei an Unterwürfigkeit und Selbstbezichtigungen alles Vergangene noch einmal getoppt.

Schon in den Tagen davor hatten sowohl Polens Regierungschef Morawiecki als auch Staatspräsident Duda die Forderung nach Reparationszahlungen wiederholt. Deutschland betrachtet die Reparationsfrage jedoch als abgeschlossen.

Mularczyk leitet eine Arbeitsgruppe des polnischen Parlaments, die die Ansprüche gegenüber Berlin untersucht. Der Bericht der Arbeitsgruppe soll im Herbst vorgelegt werden. Gerüchteweise ist von einer Reparationsrechnung in Höhe von 800 Milliarden Euro die Rede. Nicht bekannt ist, ob Warschau dabei den Gegenwert der seit 1945 polnisch besetzten deutschen Ostgebiete eingerechnet hat. (rk)

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9 Comments

  1. Sack schreibt:

    Unsere “Freunde” in der EU!
    Wenn man über seine Verhältnisse lebt, holt man das Geld eben von anderen.

    • Ali Baba schreibt:

      holt man das Geld eben von anderen.” DIE KLUGEN, WENIGSTENS DIEJENIGEN, DIE WEINGSTENS EIN BISSCHEN IM BILDE SIND, WISSEN ALLZUGUT, WER DAHINTER STECKT…

  2. jacky schreibt:

    Dazu hat Michael Klonovsky die folgende Idee:

    Zitat:
    Vorschlag zur Güte an die Polen: Deutschland zahlt ihre Reparationsforderungen, dafür geben sie uns Schlesien zurück, und dort siedeln wir die ganzen Asylanten an bzw. dorthin um. Dann entstehen mitten in Polen blühende Landschaften, denn es kommen bekanntlich überwiegend Fachkräfte, der Pole passt auf, dass keiner abhaut, und ‘schland ist moralisch und auch irgendwann finanziell aus dem Schneider, denn verglichen mit den Migranten ist Polen ein Fass mit zehnfachem Boden. Drei Fliegen mit einer Klappe. Deal?
    Zitatende:

    https://www.michael-klonovsky.de/acta-diurna

  3. Paul Buchfeld schreibt:

    Abgesehen von der Kriegsschuldfrage, den ehemaligen ostdeutschen Ländern mit samt Industrie und funktionierender Infrastruktur die Deutschland an Polen unfreiwillig abgegeben hat, die kurze Kriegsdauer und die Verbrechen die Polen auch an Deutsche verübt haben. Wieso fordert denn die polnische Regierung nicht auch von Russland Reparationszahlungen?

  4. Hotzenplotz schreibt:

    Der Steinmeier, ….man findet keine Worte mehr.

  5. wienhaupt schreibt:

    nun gut, wenn Polen Reperationszahlungen verlangt, dann muesste es auch die besetzten Gebiete und Staedte, die es nach dem Krieg erhalten hat, zurueckgeben. Denn mit den Gebieten hat Polen ja wohl seinen Schaden bezahlt bekommen.

    …. oder habe ich da etwas verkehrt verstanden???

  6. klark fox schreibt:

    Wohl nur eine Frage der Zeit, bis Polen sein Militär mobilisiert ?
    Man erinnere sich nur, wie das vor 80 Jahren war.
    Im Unterschied zu damals hätte Deutschland heute dem nichts entgegenzusetzen.

  7. Kugel Eis schreibt:

    Bzgl. dem Gegenwert der seit 1945 polnisch besetzten deutschen Ostgebiete sollte Deutschland noch was rausbekommen.

  8. Bowitz, Horst schreibt:

    Wer sachbezüglich durch sein Handeln Unwissenheit nachweist, der bedarf der Nachhilfe. Ein im gegebenen Fall sowohl durch Polen als auch durch Deutsche nachgewiesenes Hilfe-Bedürfnis. Dieses Bedürfnis können die Bedürftigen selber befriedigen: Sie sollten vor ihren Auftritten in der Öffentlichkeit lediglich die nachlesbare (!) historisch richtige Geschichte studiert haben. Deren Vortrag sollte aus Liebe zum Völkerfrieden der Vorzug vor der “politisch richtigen” Geschichte gegeben werden.

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