Als Antwort auf ausufernde Schwulen-Paraden: Heteros demonstrieren in Boston

2. September 2019
Als Antwort auf ausufernde Schwulen-Paraden: Heteros demonstrieren in Boston
International
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Boston. Als Antwort auf die auch in den USA grassierenden „Gay-Pride“-Paraden haben Unterstützer von US-Präsident Donald Trump in Boston jetzt demonstrativ eine „Hetero-Parade“ abgehalten. Mehrere Hundert Demonstranten zogen am Samstag durch die Straßen der Großstadt im US-Staat Massachusetts bis vor das Rathaus. Zwischen linksliberalen Gegendemonstranten der „Hetero-Parade“ und der Polizei kam es zu Zusammenstößen.

Vor dem Rathaus standen sich einige Hundert Teilnehmer der „Hetero-Pride“ und die Gegendemonstranten gegenüber. Viele der Teilnehmer der „Hetero-Parade“ schwenkten US-Flaggen. Vertreter beider Seiten beleidigten sich gegenseitig und warfen vereinzelt mit Kaffeebechern und Sand in die Richtung der anderen Gruppe. Die Gegendemonstranten warfen den Teilnehmern der „Hetero-Parade“ Homophobie vor. Ernsthafte Gewalt gab es nach Polizeiangaben jedoch nicht.

Zu Zusammenstößen kam es nach dem Ende der „Hetero-Parade“ zwischen Gegendemonstranten und Polizei. Einige Gegendemonstranten warfen den mit Schlagstöcken und Gasmasken ausgerüsteten Polizisten in üblicher Antifa-Manier vor, „Nazis“ beschützt zu haben. Einige Demonstranten warfen Sand und Eier auf die Beamten. Die Polizisten setzten Pfefferspray ein und nahmen mehrere der linken Demonstranten fest.

Organisiert worden war die „Hetero-Parade“ von der Lobbygruppe „Super Happy Fun America“. Anführer der Parade war der als rechts geltende Blogger Milo Yiannopoulos (der freilich selbst homosexuell ist). Für andere Schwule schäme er sich seit Jahrzehnten, sagte Yiannopoulos der Nachrichtenagentur AFP. Er vertrete christliche Familienwerte, auch wenn er sie „nicht immer lebe“, sagte er. (mü)

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2 Comments

  1. Irrsinn schreibt:

    “Hetero-Parade” – interessante Idee 😉

    “Die Gegendemonstranten warfen den Teilnehmern der „Hetero-Parade“ Homophobie vor”
    – Könnte es sein, dass die selbst unter “Heterophobie” leiden???

    “Zu Zusammenstößen kam es nach dem Ende der „Hetero-Parade“ zwischen Gegendemonstranten und Polizei.”
    – Macht Homosexualität doch agressiv? (ich konnte mir das bisher nicht vorstellen…)

  2. Maureen schreibt:

    Die Kampfansage “Make America straight again” kann man durchaus als homophob auffassen. Und die Karikatur auf der “Super happy fun America”-Homepage ist klassische Opfer-Täter-Umkehr. Verfolgung war noch nie gegen eine so starke Mehrheit gerichtet und wird es niemals sein.

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