Neuer Migranten-Ansturm auf Ceuta: Diesmal schafften es 155 Illegale

31. August 2019
Neuer Migranten-Ansturm auf Ceuta: Diesmal schafften es 155 Illegale
International
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Ceuta. Die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta ist erneut von Illegalen gestürmt worden, die von marokkanischem Territorium aus den Grenzzaun überwanden. Diesmal schafften es 155 Migranten, die meisten von ihnen aus Afrika.

Die für den Grenzschutz zuständige Guardia Civil registriert bei den Zudringlingen wachsende Gewaltbereitschaft. Ein Sprecher erklärte Medien gegenüber: „So gewalttätig war das in der Vergangenheit nicht.“ Mindestens sechs Beamte der Guardia Civil seien leicht verletzt worden. Auch einige Asylsuchende hätten leichte Verletzungen erlitten. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Portals „El Faro de Ceuta“ im Norden der Exklave nahe der Siedlung Benzú.

Vonseiten der lokalen marokkanischen Sicherheitskräfte hieß es, sie hätten am frühen Freitagmorgen insgesamt rund 400 Migranten davon abgehalten, nach Ceuta zu kommen. Dabei seien neun Migranten leicht verletzt und rund 90 festgenommen worden.

Spanien verfügt in Nordafrika über zwei Exklaven, die beide von Marokko beansprucht werden: Ceuta an der Meerenge von Gibraltar und das 250 Kilometer weiter östlich gelegene Melilla. In der Nähe der beiden Gebiete warten Zehntausende Afrikaner auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen. Immer wieder versuchen in Marokko ausharrende Migranten, den acht Kilometer langen und sechs Meter hohen Zaun nach Ceuta oder nach Melilla zu überwinden. Den größten Ansturm der letzten Zeit gab es im Juli 2018, als mehr als 600 Migranten versuchten, nach Ceuta zu kommen. (mü)

 

Foto: Symbolbild

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