Peking reagiert auf Proteste: Shenzhen soll Hongkong als Finanzzentrum ablösen

21. August 2019
Peking reagiert auf Proteste: Shenzhen soll Hongkong als Finanzzentrum ablösen
Wirtschaft
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Peking/Hongkong. Angesichts der anhaltenden Unruhen in Hongkong hat Peking Pläne veröffentlicht, wonach die südchinesische Metropole Shenzhen das benachbarte Hongkong bald als internationales Finanzzentrum ablösen soll.

Chinesische Medien berichteten über ein Richtlinienpapier der Regierung, die Shenzhen zu einem „besseren Ort“ als Hongkong machen will. Auch eine engere Vernetzung Shenzhens mit den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau ist demnach vorgesehen.

Der staatlichen chinesischen Zeitung „Global Times“ zufolge sieht das am Sonntag veröffentlichte Richtlinienpapier die Entwicklung Shenzhens zu einer der wirtschaftlich stärksten Metropolen der Welt bis 2025 vor. Im Jahr 2035 soll die südchinesische Stadt in der Provinz Guangdong dann der „weltweit führende“ Wirtschaftsplatz sein.

Die Veröffentlichung des Papiers fiel mit einer erneuten Massendemonstration gegen die pekingtreue Führung in Hongkong zusammen. Die „Global Times“, die die Proteste wiederholt heftig kritisiert hat, warnte vor einem wirtschaftlichen Zurückfallen Hongkongs. Wenn sich die Sonderverwaltungszone der „Entwicklung des Landes“ nicht anschließe, werde die Entwicklung Hongkongs „stark begrenzt verlaufen, während Shenzhen sich sehr viel schneller bewegt“, schrieb die Zeitung.

Shenzhen ist bereits eine Sonderwirtschaftszone und ein zentrales Element in der „Greater-Bay-Area“-Strategie, die China im Süden des Landes verfolgt. Damit sollen Hongkong, Macau und die Provinz Guangdong stärker vernetzt werden. (mü)

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Ein Kommentar

  1. Hongkongs Talfahrt beginnt... schreibt:

    So kann man die “Aufmüpfigen” auch packen – am Geld…
    Ohne Massaker oder Armeeeinmarsch. Dauert ein bisschen, aber es gibt keine “unschöne Bilder”. Im Gegenteil – paar Wolkenkratzer in Shenzhen werden sogar gute Bilder liefern.

    Die armen (arbeislosen) und verschuldeten (siehe auch Staatsschulden)sind nie frei. Die konnte man schon immer wegen ihren Abhängigkeit – auch mit der Drohung Geldhahn zuzumachen – besser beherrschen.

    Und Hongkongs “verwöhnte Jugend” war sich scheinbar nicht bewusst, mit wem sie sich anlegt. Und jetzt hat Goliath gesprochen 😉

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